zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  • Alle Funktionen
  •  
     
Minijobs 2016: Ratgeber für Chefs und Minijobber

Minijobs 2016: Ratgeber für Chefs und Minijobber

E-Book: Alles zum Thema Minijob

E-Book: Alles zum Thema Minijob
 
kostenlos
20 Seiten | A4 Druckformat | 1,4 MB
E-Book als PDF downloaden

Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland tun es bereits: Sie arbeiten im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung als Aushilfe im Büro, als Kellner, Verkäufer, Zeitungsausträger oder auch als Putzhilfe in einem Privathaushalt. Umgangssprachlich besser bekannt als Minijobber. Warum sind diese Jobs hierzulande so beliebt und gesucht? „Ich bekomme jeden Monat 450 Euro auf die Hand“ und „Der Minijob ist die legale Möglichkeit für mich, nebenberuflich problemlos hinzuzuverdienen“, so die häufigsten Antworten vieler 450-Euro-Jobber.

Im Mittelpunkt dieses kostenlosen E-Books stehen die vielen Gestaltungsmöglichkeiten für Chefs und Minijobber. Außerdem sind seit dem Jahreswechsel 2015/2016 Änderungen im Meldeverfahren für Arbeitgeber zu beachten und eine Minderung der Umlage U3 bei der Ermittlung der abzuführenden Beiträge.

Erfahren Sie, wann Sie als angemeldeter 450-Euro-Jobber bei Abschluss eines Riestervertrags entsprechende Riesterzulagen kassieren können, wie Sie mit einer cleveren Kombination aus Minijob und Ehrenamt ihre monatliche Vergütung auf 650 Euro anheben können und wie Sie als Arbeitgeber profitieren, wenn Ihr Minijobber nicht gesetzlich, sondern privat krankenversicherungspflichtig ist. Hinweis: Auf Minijobs in Privathaushalten wird in diesem Zusammenhang nicht gesondert eingegangen. Hilfreiche Infos hierzu finden Sie z.B. unter Haushaltscheck.de.

Tipp: Ob Minijob, Kurzarbeit, Teilzeit oder Vollzeit – mit Lexware lohn+gehalt können Sie Ihre komplette Lohn- und Gehaltsabrechnung erledigen! Durch das integrierte Meldewesen sparen Sie wertvolle Zeit bei der Lohnsteueranmeldung, der Übermittlung von Beitragsnachweisen oder von Bescheinigungen für Mutterschutz und Krankengeld.

Minijobs Gretchenfrage

Wie viel kostet mich eigentlich ein Minijobber?

Die Gretchenfrage für Arbeitgeber sind die monatlichen Fixkosten, die ein geringfügig Beschäftigter verursacht. Die Kosten sind überschaubar und der Höhe nach fest kalkulierbar. Zusätzlich muss der Arbeitgeber für seine 450-Euro-Jobber noch eine Unfallversicherung abschließen. Zuständig für die Anmeldung von Minijobs und für die Abführung der pauschalen Beiträge bzw. Pauschalabgaben ist die Knappschaft-Bahn-See.

Ich möchte meinen Ehegatten als Minijobber in meinem Betrieb anstellen. Welche Vorteile winken und welche Besonderheiten muss ich beachten?

Die Anstellung des Ehegatten im eigenen Betrieb hat zahlreiche Vorteile. Zum einen wirken sich sämtliche Gehaltszahlungen als Gewinn mindernde Betriebsausgaben aus, zum anderen muss der Ehegatte sein Minijob-Gehalt in der gemeinsamen Einkommensteuererklärung nicht mehr extra versteuern.

Änderungen zum Minijob im Überblick

Seit 01.01.2015 greift branchenunabhängig ein Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Stunde. Der Mindestlohn gilt auch für geringfügig Beschäftigte (Minijobber). Durch die Einführung des Mindestlohns müssen Arbeitgeber Aufzeichnungspflichten beachten. Aufzuzeichnen sind:

  • Beginn,
  • Ende und
  • Dauer der täglichen Arbeitszeit.

Diese Aufzeichnungen müssen bis zum siebten Arbeitstag erledigt und mindestens zwei Jahre lang aufbewahrt werden. Durch diese Aufzeichnungen soll die Einhaltung des Mindestlohns nachprüfbar sein (§ 17 Abs. 1 MiloG).

Wichtige Änderungen zum 01.01.2016:

Aufgrund des 5. SGB IV Änderungsgesetzes sind folgende Änderungen für die Meldedaten zu beachten:

  • UV-Jahresmeldung: Die Daten zur Unfallversicherung werden ab dem 01.01.2016 von der bestehenden Meldung zur Sozialversicherung abgekoppelt. Sie sind ab dem Jahr 2016 mit der neuen Jahresmeldung zur Unfallversicherung (UV-Jahresmeldung, Abgabegrund 92) zu übermitteln.
  • Lohnnachweise für die Unfallversicherung: Arbeitgeber müssen nach Ablauf eines Kalenderjahres die Arbeitsentgelte sowie die geleisteten Arbeitsstunden in der vom Unfallversicherungsträger geforderten Aufteilung melden. Dabei gilt ab 01.01.2017 (= Meldung der Daten für 2016): Der bisher papierhafte Lohnnachweis für zwei Jahre wird durch den elektronischen Lohnnachweis ergänzt, bevor der Papier-Lohnnachweis 2019 endgültig wegfällt.
  • Lohnnachweise für die Unfallversicherung: Arbeitgeber müssen nach Ablauf eines Kalenderjahres die Arbeitsentgelte sowie die geleisteten Arbeitsstunden in der vom Unfallversicherungsträger geforderten Aufteilung melden. Dabei gilt ab 01.01.2017 (= Meldung der Daten für 2016): Der bisher papierhafte Lohnnachweis für zwei Jahre wird durch den elektronischen Lohnnachweis ergänzt, bevor der Papier-Lohnnachweis 2019 endgültig wegfällt.

Geringerer Arbeitnehmeranteil für Rentenbeiträge

Hat sich ein geringfügig Beschäftigter 2015 nicht von der Pflicht zur Rentenversicherung befreien lassen, muss der Arbeitgeber vom Minijob-Gehalt den Arbeitnehmeranteil einbehalten und an die Minijobzentrale abführen. Da der volle Beitragssatz zur gesetzlichen Rentensicherung derzeit bei 18,7% liegt, muss der Arbeitnehmer einen Anteil von 3,7% abführen.

Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht

Minijobs Rentenversicherungspflicht

Der 450-Euro-Jobber hat jedoch die Möglichkeit, sich von der Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung befreien zu lassen. Dazu sollten Sie als Arbeitgeber Folgendes wissen:

  • Der Beschäftigte muss bei Ihnen als Arbeitgeber einen schriftlichen Antrag stellen, dass er von der Verpflichtung zur gesetzlichen Rentenversicherung befreit wird (§ 6 Abs. 1b, 3 und 4 SGB VI).

  • Sie müssen den Eingang des schriftlichen Antrags auf den Tag genau festhalten (zum Beispiel durch Datumsstempel).

  • Der Antrag muss mit der Entgeltsabrechnung des Eingangsmonats spätestens innerhalb von sechs Wochen an die Bundesknappschaft gemeldet werden.

  • Nur wenn der Antrag innerhalb von sechs Wochen gemeldet wird, wirkt die Befreiung von der Rentenversicherung rückwirkend auf den Beginn des jeweiligen Monats, in dem der Antrag bei Ihnen eingegangen ist.

Fragebogen der Bundesknappschaft

Damit keine Missverständnisse auftreten, sollten Sie unbedingt den Fragebogen der Bundesknappschaft bei Neueinstellungen nutzen. Dieser Fragebogen steht als Download unter www.minijob-zentrale.de bereit. Auf diesem Fragebogen muss der Beschäftigte klar Stellung beziehen, ob er von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit werden möchte oder nicht. Der Fragebogen gilt in diesem Fall als Antrag.

Verbummeln Sie die Weiterleitung innerhalb der vorgeschriebenen sechs Wochen, wird der 450-Euro-Jobber erstmals ab dem Folgemonat von der Pflicht zur Rentenversicherung befreit und nicht bereits rückwirkend ab dem Monat der Antragstellung.

Mein Minijobber möchte wissen, welche Vorteile die Rentenversicherungspflicht hat. Was soll ich ihm antworten?

Durch die Rentenversicherungspflicht bei Minijobs ergeben sich für den 450-Euro-Jobber Vorteile aus dem Erwerb von Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung.

Das bedeutet im Klartext: Die Beschäftigungszeit wird in vollem Umfang für die Erfüllung verschiedener Wartezeiten berücksichtigt. Pflichtarbeitszeiten sind beispielsweise Voraussetzungen für

  • eine vorzeitige Altersrente,
  • Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation,
  • Anspruch auf Übergangsgeld bei Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung,
  • die Begründung oder Aufrechterhaltung des Anspruchs auf einen Rente wegen Erwerbsminderung,
  • den Anspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersvorsorgung und
  • die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung (zum Beispiel Riester-Rente).

Wie viel Rente springt eigentlich für einen solchen Job heraus?

Ein Jahr als geringfügig Beschäftigter mit 450 Euro bringt ohne Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung einen Rentenzuwachs von 3,53 Euro im Monat. Bei Rentenversicherungspflicht beträgt der monatliche Rentenzuwachs 4,45 Euro.

Minijobs Gehaltsextras

Darf ich Minijobbern auch steuerfreie Gehaltsextras zuwenden, ohne dass dadurch die Überschreitung der Entgeltgrenze riskiert wird?

Auch 450-Euro-Jobber müssen regelmäßig von ihrem Arbeitgeber motiviert werden. Und wie geht das am besten? Natürlich durch mehr finanzielle Zuwendungen. Selbst wenn der Beschäftigte bereits die möglichen 450 Euro verdient, ist das möglich. Das Zauberwort heißt hier „steuerfreie Gehaltsextras“. Dadurch hat der Arbeitnehmer am Monatsende tatsächlich mehr im Geldbeutel, weil steuerfreie Zuwendungen die Entgeltgrenze von 450 Euro nicht beeinflussen.

Ist ein solcher Job mit einem Ehrenamt kombinierbar?

Minijob und Übungsleiterpauschale sind kombinierbar. In der Praxis gibt es zur Frage, ob ein Minijob und eine Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26 EStG bei demselben Arbeitgeber kombiniert werden dürfen, unterschiedliche Auffassungen. Doch den Geringfügigkeits-Richtlinien 2013 der Deutschen Rentenversicherung vom 20.12.2012 kann eindeutig entnommen werden, dass die Kombination tatsächlich erlaubt ist (siehe die dort aufgeführten Beispiele auf Seite 121 und 122).

Inhaltsscreen

Der Praxisratgeber für Minijobs

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Minijobs erhalten Sie in unserer kostenlosen PDF-Version!

20 Seiten | A4 Druckformat | 1,4 MB





Aktuelle Beiträge zum Thema

zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose eBook "Minijob 2015" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com
Bestell-Nr.: E11019_162
Bestellschein
Bitte faxen an:
0180 / 539 90 11 (kostenlos)
Oder bestellen Sie rund um die Uhr
per Telefon:
0180 / 539 80 11 (kostenlos)
per E-Mail:
per Post:
Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Munzinger Str. 9
79111 Freiburg
im Internet:
WN 00633594
 
Firma
 
Name/Vorname
 
Beruf/Branche
 
Straße/Nr.
 
PLZ/Ort
 
Telefon
 
Fax
 
E-Mail
 
 
 
 
 
 
 
 
Kunden-Nummer (falls bekannt)
Anzahl Produkt   Gesamtpreis
1 E-Book: Alles zum Thema Minijob 0,00 €
Bestell-Nr.: E11019_162
Versandpauschale (Inland) 0,00 €
Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.) 0,00 €
Datum/Ort Unterschrift
 

Das könnte Sie auch interessieren

Können wir Ihnen helfen?

0800 539 80 11

kostenlos, Mo-Fr 8-22 Uhr
Sa & So 10-20 Uhr