zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  •  
     
Arbeitszimmer: Wer darf was und wie viel absetzen?

Arbeitszimmer: Wer darf was und wie viel absetzen?

  • Arbeitszimmer: Was ist das überhaupt? 
  • Mit wertvollen Praxistipps 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Häusliches Arbeitszimmer

E-Book: Häusliches Arbeitszimmer
 
kostenlos
11 Seiten | A4 Druckformat | 1,17 MB
E-Book als PDF downloaden

So gut wie jeder Selbstständige braucht es, aber auch viele Arbeitnehmer und sogar so mancher Rentner: Das häusliche Arbeitszimmer gehört inzwischen fast genauso zum Berufsalltag wie der Computer. Hier werden Büroarbeiten erledigt, Verkäufe und Projekte vorbereitet oder Buchhaltungsbelege sortiert.

Steuerlich jedoch ist das Thema Home Office nicht ganz so einfach. Denn Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer können Sie nur in bestimmten Fällen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Entweder steht Ihnen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung – oder aber das heimische Büro ist der Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit. Aber selbst wenn eine dieser Voraussetzungen gegeben ist, müssen Sie noch weitere Punkte beachten, um die Kosten für das Arbeitszimmer absetzen zu können.

In unserem kostenlosen E-Book zeigen wir Ihnen, wie das geht.

Tipp: Holen Sie bei der Steuer in wenig Zeit viel Geld raus! Mit smartsteuer, der cleveren Online-Lösung von Lexware, geht’s ganz einfach. Jetzt die Steuererklärung online machen und Steuern sparen!

Arbeitszimmer: Was ist das überhaupt?

Wenn Sie zuhause arbeiten, bedeutet das aus Sicht des Finanzamts noch lange nicht, dass Sie auch ein häusliches Arbeitszimmer haben. Denn der Gesetzgeber legt strenge Maßstäbe an das Home Office an, damit die Kosten absetzbar sind. Arbeitszimmer So muss das häusliche Arbeitszimmer auch tatsächlich in die „häusliche Sphäre“ eingebunden sein. Mit anderen Worten: Das Zimmer muss zur privaten Wohnung oder zum Wohnhaus gehören. Erlaubt sind auch ein Zimmer im Dachgeschoss oder ein Raum im Keller – vorausgesetzt, sie sind als gemeinsame Wohneinheit mit den privaten Wohnräumen verbunden.

Der Arbeitsraum muss außerdem räumlich vom Rest der Wohnung getrennt sein. Das bedeutet, es muss in aller Regel eine Wand und eine Tür geben, die den Raum vom Wohnbereich abgrenzen. Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer zählt ebenso wenig als häusliches Arbeitszimmer wie ein Durchgangszimmer. Das Home Office darf nicht zum Hausflur hin offen sein, auch beim Zugang über eine offene Wendeltreppe fehlt es an der erforderlichen Abgeschlossenheit. Übrigens reicht es nicht aus, den Bereich durch einen Raumteiler, Lamellenvorhänge oder ein Regal abzugrenzen.

Darüber hinaus muss das häusliche Arbeitszimmer nahezu ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt werden und über eine ausreichende Größe verfügen. Die Finanzverwaltung hat in der Praxis folgende Spielregeln für die Größe eines Arbeitszimmers aufgestellt:

  • Ein-Zimmer-Wohnung:
    Der Platz zum Wohnen ist zu klein, Wohn- und Bürobereich mischen sich zu stark. Die Folge: kein Ausgabenabzug.
  • Zwei-Zimmer-Wohnung:
    Das Büro sollte möglichst nicht mehr als ein Drittel der Wohnfläche einnehmen.
  • Drei-Zimmer-Wohnung:
    Paare mit Kindern müssen mindestens eine Drei-Zimmer-Wohnung bieten, um ein Arbeitszimmer geltend machen zu können.

Praxis-Tipp:

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem Urteil vom 27. Januar 2016 die bisherigen strikten Regeln für das häusliche Arbeitszimmer bekräftigt (Aktenzeichen GrS 1/14). Demnach dürfen die Kosten für ein Büro daheim nur dann abgesetzt werden, wenn der Raum ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird. Gemischt genutzte Arbeitszimmer werden damit weiterhin regelmäßig steuerlich nicht anerkannt. Eine private Nutzung des Büros ist dem Finanzbeamten nur dann gleichgültig, wenn sie untergeordnet bleibt – in der Praxis geht man hier von einer maximalen privaten Nutzung von bis zu 10 Prozent aus.

Kreativ oder bürokratisch? Die Ausstattung des Home Office

Geht es nach der Finanzverwaltung, muss das häusliche Arbeitszimmer vorwiegend dazu dienen, gedankliche, schriftliche oder verwaltungstechnische Arbeiten zu erledigen.

Die Ausstattung des Arbeitszimmers muss diese widerspiegeln. Inzwischen ist zwar auch die Finanzverwaltung davon überzeugt, dass ein Sofa oder eine Liege in einem häuslichen Büro zu „betrieblichen“ Zwecken – etwa zur Lektüre oder zur kurzfristigen Entspannung – genutzt werden können. Ein Bett oder ein Kleiderschrank dagegen haben in einem Home Office nichts zu suchen – zumindest dann nicht, wenn der Nutzer dies steuerlich geltend machen will.

 

Praxis-Tipp:

Bei der Ausstattung des häuslichen Arbeitszimmers dreht es sich darum, die private Nutzung möglichst auszuschließen. Wenn Sie ab und zu private E-Mails abrufen und beantworten, ist dies nicht weiter tragisch. Wenn jedoch in Ihrem Home Office das Gästebett oder ein Fernseher steht, könnte das dazu führen, dass der Finanzbeamte den Steuerabzug streicht.

 

Das zentrale Möbelstück in Ihrem Home Office sollte der Schreibtisch sein. Außerdem können in einem häuslichen Arbeitszimmer

Arbeitszimmer
  • Bücherregale,
  • Aktenschränke,
  • Bücher,
  • Aktenordner,
  • Computer und andere Hilfsmittel
  • vorhanden sein. Auch ein Archiv gehört zum Home Office dazu.

Kriterien für ein Arbeitszimmer

Nutzen Sie ein externes Büro, ist die Sache relativ klar: Die Kosten dafür sind abzugsfähig. Das häusliche Arbeitszimmer hingegen war und ist immer wieder ein strittiger Punkt zwischen Steuerpflichtigem und Finanzamt.

Praxis-Tipp:

Prüfen Sie immer zuerst, ob der Raum, den Sie betrieblich oder beruflich nutzen, überhaupt ein häusliches Arbeitszimmer ist. Denn die Einschränkungen gelten nur für das Home Office, nicht jedoch für eine Werkstatt, ein Tonstudio oder eine Praxis. Hier können Sie Ihre Kosten uneingeschränkt geltend machen – unter bestimmten Voraussetzungen sogar dann, wenn diese Räume in die häusliche Sphäre eingebunden sind.

 

Der Gesetzgeber nennt zwei Möglichkeiten, in denen Sie die Ausgaben für das häusliche Arbeitszimmer in der Steuererklärung ansetzen können:

  • Es steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung.
    Wer kein anderes Büro hat als das Zuhause, darf die anteiligen Kosten bis zu 1.250 Euro pro Jahr für das Home Office geltend machen. Dies ist kein Pauschbetrag, die Ausgaben müssen nachgewiesen werden.
  • Der Mittelpunkt der beruflichen und betrieblichen Tätigkeit liegt im häuslichen Arbeitszimmer.
    Hier geht es darum, ob Sie alles, was für Ihren Beruf prägend ist, daheim am Schreibtisch erledigen. Ist dies der Fall, dürfen Sie Ihre Kosten unbeschränkt ansetzen.

Für wen welche Voraussetzung zutrifft und wer möglicherweise gar kein Home Office geltend machen kann, hängt zum einen von der Branche und zum anderen von den Tätigkeiten und vertraglichen Vereinbarungen ab. Die erste Voraussetzung „es steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung“ greift zum Beispiel bei Lehrern.

Screen vom Inhalt Ebook Arbeitszimmer

Leitfaden zum häuslichen Arbeitszimmer

Viele weitere nützliche Informationen erhalten Sie in unserem kostenlosen E-Book zum Download!

11 Seiten | A4 Druckformat | 1,17 MB


 

Aktuelle Beiträge zum Thema

zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose eBook "Arbeitszimmer: Wer darf was und wie viel absetzen?" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com