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Die BWA: Der Wegweiser für das gesunde Unternehmen

Die BWA: Der Wegweiser für das gesunde Unternehmen

  • Was ist die betriebswirtschaftliche Auswertung? 
  • Mit wertvollen Praxistipps 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)

E-Book: Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
 
kostenlos
11 Seiten | A4 Druckformat | 1,43 MB
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Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) beruht auf den Zahlen der Buchführung und gibt Ihnen als Unternehmer während des laufenden Jahres einen Einblick in Ihre wirtschaftliche Situation. Die Kennzahlen erschließen sich aber nicht jedem Selbstständigen auf Anhieb, ob es nun der Rohertrag, die Umsatzrendite oder die Bewegungsbilanz ist.

Damit Sie Ihre BWA verstehen und betriebliche Zusammenhänge besser beurteilen können, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte und die verschiedenen Formen der BWA zusammengestellt. Denn die betriebswirtschaftliche Auswertung ist für viele eine interessante Lektüre: Für Banken ist die BWA häufig eine Informationsquelle, um die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zu prüfen. Und Ihnen als Unternehmer bietet die BWA zahlreiche Möglichkeiten, um die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens richtig einschätzen zu können. Dazu müssen aber die einzelnen Kennziffern genau beobachtet und interpretiert werden – gegebenenfalls mit Unterstützung des Steuerberaters.

Lesen Sie in unserem kostenlosen E-Book alles, was Sie über die BWA wissen müssen.

Tipp: Nicht nur der Steuerberater kann die BWA erstellen – Sie können das auch! Zum Beispiel mit einer leistungsstarken Buchhaltungssoftware von Lexware. Oder sogar mit einem Excel-Tool, wenn die grundlegenden Berechnungen stimmen.

Die BWA – Was ist das eigentlich?

BWA

Wenn Sie Ihre Buchhaltung elektronisch führen, hilft Ihnen das nicht nur bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung und der Gewinnermittlung. Sie haben auch die Möglichkeit, bereits während des Jahres wirtschaftliche Erkenntnisse über Ihr Unternehmen zu gewinnen. Ausgangspunkt einer solchen Analyse ist die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). Die BWA beruht auf den Zahlen der Buchhaltung und gibt im laufenden Geschäftsjahr Aufschluss über die Ertragslage des Unternehmens.

Als Informationsinstrument für Selbstständige und Entscheidungshilfe für Banken existiert die BWA seit Ende der 1960er Jahre. Damals brachte die DATEV die erste betriebswirtschaftliche Auswertung – die Standard-BWA Nr. 1 – heraus. Mittlerweile gibt es viele Varianten der Standard-BWA für zusätzliche Auswertungen und verschiedene Branchen. Die DATEV setzte hier die Trends auch für andere Rechnungswesen-Anbieter, sodass die wirtschaftliche Bedeutung der BWA inzwischen immens ist. Monatlich werden mehr als 2,5 Millionen Auswertungen gedruckt – und betriebswirtschaftliche Aussagen getroffen. Betriebswirtschaftliche Auswertungen müssen

  • rechtsformneutral gestaltet sein,
  • mit einem Branchenvergleich kompatibel sein,
  • größenordnungsneutral abbilden,
  • mit dem Rechnungswesen und statistischen Daten des Unternehmens integrierte Darstellungen erlauben
  • bei entsprechender Struktur standardisierbar sein.

Warum ist die Analyse der BWA wichtig?

Seien Sie mal ehrlich: Schauen Sie sich Ihre BWA regelmäßig genau an? Verstehen Sie, was die Zahlen Ihnen sagen können? Oder gehören Sie zu den zahlreichen Unternehmern, die die BWA einfach in einen Ordner abheften?

Es ist sicherlich nicht einfach, sich durch die Zahlenkolonnen zu arbeiten. Aber es ist die Sache wert. Denn so können Sie schon unterjährig erkennen, ob sich Fehlentwicklungen manifestieren, ob Kosten in die Höhe schießen und wie sich die Ertragslage entwickelt.BWA

Die BWA bietet für das Controlling verschiedene Kennzahlen, zum Beispiel

  • die kurzfristige Erfolgsrechnung,
  • die Bewegungsbilanz,
  • die statische Liquidität oder
  • den Soll-ist-Vergleich.

Die genannten Formen beinhalten lediglich die wichtigsten Varianten. Darüber hinaus gibt es – abhängig von Branche und Größe des Unternehmens – noch weitere Formen der BWA. Die BWA ist notwendig, um bestimmte betriebliche Zusammenhänge besser zu verstehen und beurteilen zu können. Dazu müssen aber die einzelnen Kennziffern genau beobachtet und interpretiert werden, gegebenenfalls mit Unterstützung des Steuerberaters. Daher sollten Sie mindestens einmal im Monat Zeit für die Lektüre der Daten reservieren. Betrachten Sie Ihr Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven, schenken Sie finanziellen Baustellen besondere Aufmerksamkeit – und lassen Sie sich gegebenenfalls die einzelnen Auswertungen vom Fachmann erläutern. Scheuen Sie sich nicht, intensiv nachzufragen – schließlich geht es darum, dass Sie Ihr Unternehmen finanziell lesen und verstehen können.

Praxis-Tipp:

Im Unterschied zur Bilanz (oder zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung), die nur einmal im Jahr aufgestellt wird, läuft die BWA während des Jahres mit. So haben Sie die Möglichkeit, die Ertragssituation Ihres Unternehmens im laufenden Jahr zu prüfen, zu analysieren und bei Fehlentwicklungen entsprechende Schritte einzuleiten.

 

Für Banken ist die BWA zudem häufig eine Informationsquelle, um die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zu prüfen. Spätestens dort sollten Sie Ihre Daten fundiert erläutern können. Wenn ein kurzfristiger Nachweis über das Betriebsergebnis oder über die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts erbracht werden soll, verlangen Kreditgeber eine BWA. Dies gilt ohne Ansehen des Unternehmens für Händler, Handwerker, Freiberufler und Kleinunternehmer gleichermaßen.

Praxis-Tipp:

Die BWA ist ein wichtiges Werkzeug zur Unternehmensanalyse, das branchen- und größenübergreifend genutzt wird. Daher wirkt es unprofessionell, wenn Sie beispielsweise beim Bankgespräch keine BWA vorlegen oder nichts mit den Zahlen anfangen können. Kreditgeber bauen wenig Vertrauen zu solchen Unternehmen auf, da sie davon ausgehen, dass Schwachstellen im Rechnungswesen nicht erkannt werden. Damit Ihre unternehmerische Qualifikation nicht in Frage gestellt wird, sollten Sie sich also frühzeitig mit der BWA-Lektüre auseinandersetzen.

Wie sieht eine BWA aus?

Tipp: Jedes Buchführungsprogramm sollte über eine Funktion verfügen, mit der automatisch eine BWA erzeugt werden kann. Wie etwa die Buchhaltungsprogramme von Lexware!

Wenn Sie oder Ihr Steuerberater die Buchhaltungsbelege regelmäßig erfassen, erhalten Sie jeden Monat (oder jedes Quartal) eine BWA. Denn diese ergibt sich unmittelbar aus den Daten der Finanzbuchhaltung.

Die Grundauswertung ist die BWA 01 – die Standard-BWA. Sie ist eine kurzfristige Erfolgsrechnung, welche die vorhandenen Daten nach rein betriebswirtschaftlichen Aspekten analysiert. Die kurzfristige Erfolgsrechnung beantwortet die Frage, was Sie in einem bestimmten Zeitraum – zum Beispiel in einem Monat oder Quartal – verdient haben. Sie ist die wichtigste Form der BWA und spiegelt die aktuelle Ertragslage Ihres Unternehmens wider. Die BWA 01 eignet sich für jedes Unternehmen, unabhängig von der Branchenzugehörigkeit und der Betriebsgröße.

Diese zehn Positionen sind entscheidend für die Standard-BWA:

  1. Gesamtleistung
    Hierzu zählen neben den Umsatzerlösen unter anderem die Bestandsveränderungen.
  2. Rohertrag
    Der Rohertrag ergibt sich, wenn Sie von der Gesamtleistung den Materialeinkauf und Fremdleistungen abziehen.
  3. Sonstige betriebliche Erlöse
    Bestimmte Gegenstände (oder Leistungen) aus dem Betriebsvermögen nutzen Sie auch privat – etwa den Firmenwagen oder das Dienst-Handy. Der private Nutzungsanteil zählt zu den sonstigen betrieblichen Erlösen.
  4. Betrieblicher Rohertrag
    Der betriebliche Rohertrag setzt sich aus dem Rohertrag und den sonstigen betrieblichen Erlösen zusammen. Dies ist der positive Betrag, dem die Kostenrechnung gegenübergestellt wird.
  5. Kostenarten
    Hier finden sich sämtliche Kosten (ohne Steuern und Zinsen), zum Beispiel Personal, Raumkosten, Werbe- und Reisekosten oder auch die Abschreibungen.
  6. Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern)
    Das Betriebsergebnis erhalten Sie, wenn Sie vom betrieblichen Rohertrag die Gesamtkosten abziehen.
  7. Neutraler Aufwand
    Hierzu gehören zum Beispiel Zinsen und Steuervorauszahlungen. Dieser Aufwand wird als „neutral“ bezeichnet, weil er nicht direkt etwas mit Ihrem Geschäft zu tun hat.
  8. Neutraler Ertrag
    Es gibt auch Einkünfte, die nicht unmittelbar mit Ihren geschäftlichen Leistungen zusammenhängen – etwa Steuererstattungen oder Mieterträge. Der neutrale Ertrag ist das Gesamtergebnis aus Zinserträgen, sonstigen neutralen Erträgen und verrechneten kalkulatorischen Kosten.
  9. Ergebnis vor Steuern
    Das Betriebsergebnis abzüglich der neutralen Aufwendungen plus neutraler Erträge ergibt das Ergebnis vor Steuern.
  10. Vorläufiges Ergebnis
    Ziehen Sie vom Ergebnis vor Steuern die Steuern ab und Sie erhalten das vorläufige Ergebnis.

BWA

Leitfaden zur BWA

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