zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  •  
     
Mietrecht-ABC: Was Vermieter und Mieter wissen müssen

Mietrecht-ABC: Was Vermieter und Mieter wissen müssen

  • Das Mietrecht von A-Z 
  • Abschreibungen, Dienstleistungen & mehr 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Wissenswertes zum Mietrecht

E-Book: Wissenswertes zum Mietrecht
 
kostenlos
27 Seiten | A4 Druckformat | 837 KB
E-Book als PDF downloaden

Die Mietpreisbremse wird seit Juni 2015 in immer mehr Bundesländern eingeführt. Für Makler gilt nunmehr das Bestellerprinzip. Neben diesen aktuellen gesetzlichen Änderungen gibt es eine Reihe an wichtigen Urteilen im Mietrecht, die Vermieter und Mieter kennen sollten. Dieses E-Book liefert in Form einer alphabetischen Auflistung zahlreiche nützliche Tipps, die dem Rechtsfrieden zwischen Mietern und Vermietern dienen sollen. Dazu kommen einige steuerliche Hinweise.

Tipp: Sie benötigen rechtssichere Auskunft zu Fragen rund um Betriebskosten, Kaution, Schönheitsreparaturen oder Mieterhöhung? Dann empfehlen wir Lexware vermieter wissen online! Die leistungsstarke Online-Datenbank liefert Ihnen fundiertes Vermieter-Fachwissen. Zusätzlich erhalten Sie viele praktische Vorlagen und Arbeitshilfen.

Abschreibungen

Für Vermieter der größte Abzugsposten

Wer mehr als 520 Euro im Jahr Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung bezieht, muss diese in aller Regel in seiner jährlichen Einkommensteuererklärung in der Anlage V angeben. Allerdings kann er eine Reihe an Positionen als Werbungskosten abziehen. Meistens ist der größte Posten die Abschreibung (AfA).

Wichtig: Grund und Boden kann nicht abgeschrieben werden, nur die Gebäudesubstanz. Deshalb ist es von Anfang an bedeutend, dass schon beim notariellen Kaufvertrag die Preisaufteilung zwischen dem Grundstück und den Anschaffungskosten für das Gebäude(teil) klar ist. Je höher der Anteil für Letzteres ist, desto mehr lässt sich absetzen. Eine Arbeitshilfe für die Aufteilung des Kaufpreises auf das abnutzbare Gebäude und den nicht abnutzbaren Grundstücksteil hat die Finanzverwaltung auf www.bundesfinanzministerium.de zur Verfügung gestellt.

Die normale, lineare AfA für Wohngebäude beträgt 2% der Anschaffungskosten für den abnutzbaren Teil; für ältere Gebäude 2,5% und für die meisten Wirtschaftsgebäude 3% pro Jahr. Deutlich höher sind die AfA-Sätze bei denkmalgeschützten Objekten. Hier sind jedoch Auflagen der Denkmalschutzbehörden zu beachten, wenn ein solches Objekt saniert wird.

Zu den maßgeblichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gehören auch die Nebenkosten wie die Grunderwerbsteuer, Grundbuch-, Notar-, Gutachter- und Vermessungskosten.

Balkon

Was auf Balkon, Terrasse und Garten nicht erlaubt ist

Mietrecht 2015 BBQ

Ein klassisches Streitthema ist das zu häufige Grillen auf dem Balkon. Nachbarn können sich über die Gerüche zu Recht beschweren, wenn es überhandnimmt. Allerdings gibt es hierzu in der Rechtsprechung keine klare Linie. So gibt es Urteile, die eine Ankündigung des Grillens bis zu zwei Tage vorab vorschreiben. Andere Richter sind viel toleranter. Streitpotenzial bietet dieses Thema jedoch landauf, landab. Vermieter können das Grillen vertraglich untersagen.

Generell gilt für das Feiern im Freien eine wichtige Uhrzeit: 22 Uhr. Ab da beginnt die Nachtruhe und der Lärmpegel muss definitiv deutlich gesenkt werden, damit die Nachbarn schlafen können.

Für manche erstaunlich: Das FKK-Sonnenbad auf dem Balkon oder der Terrasse ist erlaubt. Dies können die Nachbarn nicht verbieten, selbst wenn die nackten Sonnenanbeter beim Bräunen beobachtet werden könnten.

Wer sich einen Sichtschutz installiert oder eine Markise oder ein Rankgitter für Pflanzen, der greift in die Bausubstanz bzw. in die Außenansicht ein und benötigt hierfür die Erlaubnis des Vermieters.

Auch Haustiere können Unfrieden im Haus stiften. Wenn sich der Nachbar am Gezwitscher von im Balkonkäfig gehaltenen Vögeln stört oder am Gestank von Tieren, die auf dem Balkon gehalten werden, dann kann dies unzumutbar sein. Ebenso, wenn der Balkon als Schrottplatz dient. Eine vertragsgemäße Nutzung liegt dann nicht mehr vor.

Pflanzen, die über die Brüstung hinauswachsen, die Nachbarbalkone verschmutzen oder verschatten, können zuweilen als störend empfunden werden. Im Extremfall müssen sie dann gestutzt oder beseitigt werden.

Courtage

Der Besteller hat den Makler zu bezahlen

Das Bestellerprinzip gilt generell für die Wohnraumvermittlung. Immobilienmakler müssen sich seit dem 1.6.2015 ihr Geld vom Auftraggeber holen. Vorbei die Zeiten, in denen der Wohnungssuchende die Maklercourtage zu entrichten hat. Dies ist zwar auch weiterhin möglich, doch dafür benötigt der Makler einen expliziten schriftlichen Auftrag. Dann sind maximal zwei Monatsmieten plus 19% Umsatzsteuer als Provision fällig.

Während bei Vermietungsobjekten nun in den meisten Fällen die Wohnungs- bzw. Hausbesitzer als Auftraggeber für die Honorierung verantwortlich sind, ändert sich in den Kaufsituationen wenig. Wenn sich ein Interessent einer Eigentumswohnung bei einem Makler listen lässt, dann beauftragt er ihn und muss im Erfolgsfall mitunter bis zu 7,6% des Kaufpreises als Maklergebühr bezahlen.

Eine Abwälzung der Courtage auf den Mieter, beispielsweise durch einen überhöhten Abstandspreis für eine übernommene Küche, ist nicht gestattet.

Dienstleistungen

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen sparen Steuern

Mietrecht 2015 Hushaltshilfe

Wer sich Hilfe für den Haushalt besorgt, kann teilweise die Kosten hierfür steuerlich geltend machen. Wer eine Haushaltshilfe als Minijobber beschäftigt, kann maximal 510 Euro jährlich absetzen. Auch für dieses geringfügige Beschäftigungsverhältnis ist ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Arbeitsstunde zu zahlen. Zudem muss die Haushaltshilfe angemeldet werden.

Beschäftigen Sie jemanden sozialversicherungspflichtig für Haushaltstätigkeiten, können Sie sogar bis zu 4.000 Euro, nämlich maximal 20% von 20.000 Euro im Jahr, absetzen.

Daneben gibt es noch für alle Steuerpflichtigen die Möglichkeit, 20% der Ausgaben für haushaltsnahe Handwerkerleistungen steuerlich geltend zu machen. Dies gilt bis zu Arbeitskosten von maximal 6.000 Euro, sodass ein Steuererlass von bis zu 1.200 Euro pro Jahr winkt.

Vermieter, die die Handwerkerleistungen als Werbungskosten abziehen können, müssen diese als solche ansetzen und haben kein Wahlrecht mit dem Steuerabzug. Werbungskosten haben insofern Vorrang.

Wichtig: Für den Steuererlass ist eine nachgewiesene Überweisung des Rechnungsbetrags erforderlich. Barzahlungen akzeptiert das Finanzamt nicht! Die Rechnung muss unbedingt Materialkosten getrennt von den Arbeitskosten ausweisen, weil nur Letztere abzugsfähig sind.

Tipp: Stehen größere Aufwendungen an, so splitten Sie die Aufträge und Bezahlung am Jahresende auf zwei Jahre, sodass Sie beispielsweise eine Rechnung über 6.200 Euro im Dezember 2015 und eine weitere über 6.000 Euro im Januar 2016 bezahlen. Konsequenz: Sowohl 2015 als auch 2016 schöpfen Sie jeweils den maximalen jährlichen Steuererlass in Höhe von 1.200 Euro aus.


Beispiele für abzugsfähige Handwerkerleistungen:

  • Hausreinigung
  • Straßenreinigung
  • Schneeräumen
  • Gartenpflege
  • Hausmeisterarbeiten
  • Schornsteinfeger
  • Arbeiten an der Zentralheizung
  • Wartungsarbeiten an technischen Einrichtungen im und am Haus und vieles mehr

Screen vom Inhalt Ebook Mietrecht ABC

Leitfaden zum Mietrecht

Lesen Sie viele weitere Details, Praxistipps und anschauliche Rechenbeispiele in unserem kostenlosen Ratgeber „Mietrecht ABC - Was Vermieter und Mieter wissen müssen“.

27 Seiten | A4 Druckformat | 0,8 MB



 

zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose E-Book "Mietrecht ABC" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com

Das könnte Sie auch interessieren