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Steuererklärung: Steuertipps von A-Z für Selbstständige

Steuererklärung: Steuertipps von A-Z für Selbstständige

  • Die besten Steuertipps von A-Z 
  • EÜR, Zufluss- & Abfluss-Prinzip und mehr 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Steuererklärung für Selbstständige

E-Book: Steuererklärung für Selbstständige
 
kostenlos
12 Seiten | A4 Druckformat | 1,6 MB
E-Book als PDF downloaden

Für Freiberufler und Gewerbetreibende ist die Steuererklärung Pflichtprogramm. Falls Sie sich von einem Steuerberater unterstützen lassen, haben Sie gegenwärtig bis zum Ende des nachfolgenden Jahres Zeit. Das Pflichtprogramm Steuererklärung kann aber auch eine Gelegenheit zum Steuersparen sein, wenn Sie betriebliche Ausgaben klug ansetzen und Gestaltungsspielräume nutzen: Von der Büromiete über den Computer bis zu den Reisekosten lassen sich zahlreiche Posten finden, die den steuerlichen Gewinn schmälern.

Lesen Sie alle Tipps für Ihre Steuererklärung 2015 in unserem kostenlosen E-Book.

EÜR: Wer darf, wer kann?

Steuererklärung für Selbstständige Wenn Selbstständige ihre Steuererklärung 2015 machen, müssen sie den Gewinn (oder Verlust) aus ihrem Betrieb ermitteln. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist eine recht unkomplizierte Art, dies zu tun. Denn hier wird der Gewinn (oder Verlust) aus der Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermittelt. Es ist weder ein Kassenbuch noch eine Inventur notwendig. Einfache Aufzeichnungen sind völlig ausreichend.

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Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung wird in Fachkreisen gerne als „4/3-Rechnung“ bezeichnet, da § 4 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) näher regelt, wie die Berechnung auszusehen hat:

„Steuerpflichtige, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, und die auch keine Bücher führen und keine Abschlüsse machen, können als Gewinn den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ansetzen.“

Wer überhaupt eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung machen darf, ist in der Abgabenordnung festgelegt. Dort bestimmen Grenzwerte bezüglich Umsatz und Gewinn die Buchführungspflicht – und die Ausnahmen davon. Bis einschließlich 2015 gilt für EÜR-Rechner:

  1. Der Jahresumsatz darf maximal 500.000 Euro betragen.
  2. Der Jahresgewinn darf sich auf höchstens 50.000 Euro belaufen.
  3. Es dürfen keine anderen Verpflichtungen vorliegen, die zur Buchführung zwingen, etwa ein Eintrag im Handelsregister.

Praxis-Tipp:

Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz sind die Grenzen 2016 angehoben worden. Demnach sind alle Einzelkaufleute, deren Umsatz nicht mehr als 600.000 Euro beträgt und deren Gewinn sich auf bis zu 60.000 Euro beläuft, von der Buchführungspflicht befreit. Zudem müssen sie kein Inventar erstellen. Die Finanzämter sind angehalten, keine Mitteilung zur Buchführungspflicht zu versenden, wenn die Umsätze in den Jahren bis 2015 zwar den bisherigen Grenzwert überschritten haben, nicht aber den neuen Schwellenwert übersteigen.

 

Freiberufler – zum Beispiel Ärzte, Ingenieure oder Journalisten – haben eine Sonderstellung bei der Gewinnermittlung. Sie dürfen ungeachtet der Höhe ihrer Umsätze oder ihres Gewinns stets die Einnahmen-Überschuss-Rechnung wählen.

Für Sie als Selbstständigen ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung eine enorme steuerliche Erleichterung. Denn einfache Aufzeichnungen über Ihre Einnahmen und Ausgaben sind völlig ausreichend. Einfach bedeutet aber nicht, dass Sie lediglich Ihre Einnahmen und Ihre Ausgaben jeweils in einer Summe aufführen dürfen. Sondern:

  • Sie müssen alle Einnahmen und Ausgaben so aufschreiben, dass ein Dritter sie leicht überprüfen kann.
  • Die Aufzeichnungen müssen fortlaufend sein und außerdem das Datum und den genauen Verwendungszweck enthalten.
  • Die Einnahmen und Ausgaben müssen netto sowie getrennt nach Steuersätzen und steuerfreien Umsätzen aufgestellt werden.
  • Für alle betrieblichen Anschaffungen müssen Sie ein Anlageverzeichnis führen.
  • Ab einer bestimmten Größenordnung (mehr als 17.500 Euro Einnahmen im Jahr) müssen Sie den amtlichen Vordruck des Finanzamts verwenden.

Praxis-Tipp:

Sie müssen Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Dies gilt aber nur dann, wenn Ihre Betriebseinnahmen über der Grenze von 17.500 Euro liegen. Überschreiten Sie diese Grenze nicht, können Sie auf das EÜR-Formular verzichten und müssen Ihre formlose Gewinnermittlung auch nicht elektronisch übermitteln. Sind Sie nebenberuflich selbstständig tätig, müssen Sie die Gewinnermittlung nur dann nicht elektronisch übermitteln, wenn Ihr Gewinn unter 410 Euro liegt.

 

Die neuen Vordrucke hat das Bundesministerium der Finanzen bereits im Oktober veröffentlicht. Das Formular wurde um drei Anlagen ergänzt:

  • Anlage ER (Ergänzungsrechnung)
  • Anlage SE (Sonderberechnung)
  • Anlage AVSE (Anlageverzeichnis zur Anlage SE)

Diese Anlagen müssen Sie jedoch nur ausfüllen, wenn Ihr Unternehmen eine Personengesellschaft ist.

Belege, Verträge, Rechnungen oder andere Geschäftsunterlagen müssen Sie übrigens nicht mit der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt schicken. Diese fordert der Sachbearbeiter nur bei Bedarf an, wenn es etwas zu klären gibt.

Das Zufluss- und Abfluss-Prinzip

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist vom Grundgedanken des sogenannten Zufluss-/Abfluss-Prinzips bestimmt. Das bedeutet, dass die Zahlungen relevant sind, die tatsächlich im Wirtschaftsjahr geleistet oder erhalten wurden. Entscheidend ist also das Jahr der Zahlung. Wann eine Forderung fällig ist, ist bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung nicht wichtig:

  • Einnahmen werden in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie tatsächlich auf dem Konto eingegangen sind.
  • Ausgaben werden in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie tatsächlich gezahlt worden sind.

Bestandsveränderungen bleiben somit unberücksichtigt.

Steuererklärung für Selbstständige Je nachdem, wie Sie oder Ihre Kunden die Rechnungen begleichen, bestimmt die Zahlungsweise den Zeitpunkt des Zuflusses oder Abflusses. Interessant ist dies vor allem für die Zahlung mit Kredit- oder EC-Karte – gerade rund um den Jahreswechsel. Prüfen Sie also die Kreditkartenabrechnung vom Januar 2016 ganz genau und kontrollieren Sie, ob dort Betriebsausgaben aufgeführt sind, die noch in den Dezember 2015 gehören. Denn die Gesellschaft bucht den Betrag in aller Regel erst im Folgemonat mit der Gesamtsumme für den betreffenden Zeitraum ab. Bei Kreditkartenzahlungen gilt: Das Geld ist bereits geflossen, wenn Sie den Beleg unterschrieben haben. Damit können Sie die Kosten noch dem alten Jahr zuordnen. Bei EC-Karten-Zahlung gilt übrigens der Zeitpunkt, zu dem Sie die PIN-Nummer eingegeben haben.

 

Praxis-Tipp:

Keine Regel ohne Ausnahme – auch nicht vom Abflussprinzip. Wenn Sie ein Wirtschaftsgut für Ihr Unternehmen anschaffen, beginnt die Abschreibung bereits in dem Jahr, in dem Sie den Gegenstand das erste Mal nutzen. Auf den Zahlungszeitpunkt kommt es in diesem Fall nicht an.

Steuererklärung für Selbstständige

Ratgeber zur Steuererklärung für Selbstständige

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