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Last-Minute-Steuererklärung: Steuertipps für Arbeitnehmer

Last-Minute-Steuererklärung: Steuertipps für Arbeitnehmer

  • 873 € werden im Schnitt zurückgezahlt 
  • Tipps zu Steuervorteilen und Pauschalen 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Steuertipps für Arbeitnehmer

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12 Seiten | A4 Druckformat | 1,40 MB
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Zahlen, Zettelwust, Computer-Programm: Kaum jemand macht es Spaß, sich mit der Steuererklärung zu beschäftigen. Denn niemand füllt gerne Formulare aus – schon gar nicht, wenn es um die Steuererklärung geht. Aber die Arbeit kann sich lohnen, denn im Schnitt zahlt das Finanzamt 873 Euro an den Steuerzahler zurück.

Abgabe Steuererklärung

Wir sagen Ihnen, von welchen Steuervorteilen und Pauschalen Sie profitieren können und was sich für die Steuererklärung 2015 geändert hat. Helfen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine bei der Steuererklärung, können Sie die Erklärung maximal zum Jahresende beim Finanzamt einreichen. Und wenn Sie freiwillig eine Steuererklärung abgeben, dürfen Sie sich bis zu vier Jahre Zeit lassen.

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Wer muss, wer darf?

Nicht jeder Steuerzahler ist tatsächlich verpflichtet, dem Finanzamt eine Steuererklärung zu schicken. Daher gibt es zwei verschiedene Arten von Steuererklärungen:

  1. die sogenannte Antragsveranlagung und
  2. die Pflichtveranlagung

Pflichtveranlagung meint nichts anderes, als dass der betreffende Steuerzahler eine Steuererklärung abgeben muss. Bei der Antragsveranlagung hingegen reichen Sie freiwillig eine Steuererklärung ein, weil Sie eine Steuererstattung erwarten.

Steuerzahler müssen immer dann eine Steuererklärung abgeben, wenn sie während des Jahres von Freibeträgen oder als Ehepaar von günstigen Steuerklassen profitiert haben. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die mehrere Jobs ausüben, Arbeitslosengeld oder Elterngeld bekommen.

Unterschieden wird außerdem zwischen Arbeitnehmern und anderen Steuerzahlern. So richtet sich bei Rentnern und Selbstständigen die Abgabepflicht danach, ob die Einkünfte den steuerfreien Grundfreibetrag übersteigen. Dieser liegt derzeit bei 8.472 Euro pro Jahr – ab 2016 bei 8.652 Euro. Wer etwa als Ruheständler höhere Einkünfte hat, muss ebenfalls eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen.

Praxis-Tipp:

Wer jetzt feststellt, dass er noch für frühere Jahre Steuerformulare ausfüllen muss, ist verpflichtet dies nachzuholen. Bis zu sieben Jahre danach kann das Finanzamt noch eine Steuererklärung verlangen. Manchmal meldet sich das Finanzamt ohnehin selbst – etwa aufgrund vorliegender elektronischer Daten anderer Behörden.

 

Müssen Sie eigentlich keine Steuererklärung abgeben, kann es sich trotzdem rechnen – zum Beispiel dann, wenn Sie als Arbeitnehmer höhere Kosten für den Beruf haben. In dem Moment, wo Fahrtkosten, Fortbildungskosten und alle anderen Ausgaben, die beruflich bedingt sind, über einem Betrag von 1.000 Euro liegen, lohnt es sich auf jeden Fall. Denn der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro ist ohnehin schon beim Finanzamt eingepreist. Alles, was darüber liegt, kann zu einer Steuererstattung führen.

Wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, hat dafür mehr Zeit als die Pflicht-Veranlagten. Vier Jahren können Sie darüber nachdenken, ob Sie die Formulare ausfüllen wollen. Bis zum 31.12.2016 dürfen Sie also noch die Steuererklärung für das Jahr 2012 beim Finanzamt einreichen.

Praxis-Tipp:

Bei einer Antragsveranlagung kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Denn wenn das Finanzamt wider Erwarten eine Nachzahlung von Ihnen verlangt, dürfen Sie die Steuererklärung innerhalb der Einspruchsfrist problemlos zurücknehmen. Sie müssen dann lediglich innerhalb eines Monats Einspruch einlegen und die Abgabe der Steuererklärung schriftlich zurückziehen. Die Erklärung gilt dann als nicht abgegeben.

Was das Finanzamt haben will

Steuerformular

Steuererklärung heißt vor allem: Formulare ausfüllen. Jeder muss seine Daten auf dem Mantelbogen eintragen. Je nachdem, welche Einkünfte Sie als Arbeitnehmer angeben müssen oder welche Kosten Sie geltend machen wollen, kommen noch weitere Steuerformulare hinzu:

Anlage N
Dieses Formular gehört zum Pflichtprogramm für Arbeitnehmer.

Anlage R
Das ist das richtige Formular, wenn Sie Rentner sind.

Anlage S
Ein Formular, das nicht nur Selbstständige abgeben müssen. Hier können Sie auch Ihre steuerbegünstigten Einkünfte als Übungsleiter oder Ehrenamtlicher eintragen.

Anlage Kind
Wenn Sie Kinder haben, kommt dieses Formular dazu – zum Beispiel, um auszurechnen, ob das bereits gezahlte Kindergeld für Sie günstiger ist oder der Kinderfreibetrag.

Anlage Vorsorgeaufwand
Der Staat begünstigt Ausgaben für Altersvorsorge und bestimmte Versicherungen. Dafür brauchen Sie dieses Formular.

Anlage AV
Ein separates Formular für die Riester-Sparer.

Anlage SO
Alle sonstigen Einkünfte – zum Beispiel Unterhaltszahlungen – gehören auf dieses Formular.

Anlage AUS
Bekommen Sie Geld aus dem Ausland, müssen Sie dieses Formular benutzen.

Steuern: Aber bitte pauschal!

Grundsätzlich gilt: Für die Steuererklärung sollten Sie schon im Laufe des Jahres jede Quittung sammeln. Selbst wenn die einzelnen Beträge erst einmal nicht sonderlich hoch sind: In der Summe kann sich am Jahresende eine größere Steuerersparnis ergeben.

Steuererstattung

Aber der Fiskus gewährt auch einige pauschale Steuererleichterungen für Arbeitnehmer. Die Pauschale für die Werbungskosten in Höhe von 1.000 Euro zieht das Finanzamt automatisch von Ihrem Einkommen ab, wenn Sie keine Ausgaben für Ihren Beruf nachweisen – etwa für Bücher, Fortbildung oder Fahrtkosten. Allerdings kann es sich lohnen, höhere Kosten konkret zu belegen

Zudem könnten Sie bereits mit den Ausgaben für den Weg zur Firma über der Werbungskosten-Pauschale liegen. Hierfür gibt es eine weitere Pauschale: Mit der Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer dürfen Sie Ihre Fahrtkosten zwischen Unterkunft und Tätigkeitsstätte abrechnen. Bei einer Fünf-Tage-Woche akzeptieren die Finanzämter in aller Regel mindestens 220 Arbeitstage pro Jahr, an denen Sie die einfache Entfernung geltend machen können.

Sind Sie dienstlich auf Reisen, dürfen Sie außerdem Pauschalen für die Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen: Das Finanzamt gewährt bei einer geschäftlichen Abwesenheit von mehr als acht Stunden zwölf Euro, für den An- und Abreisetag bei längeren Dienstreisen gibt es ebenfalls zwölf Euro. Wer 24 Stunden von daheim abwesend ist, darf eine Verpflegungspauschale von 24 Euro absetzen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht bereits erstattet hat.

Kleinere Pauschbeträge gibt es außerdem beispielsweise für Kontoführungsgebühren (16 Euro) und für Arbeitsmittel. Hier verzichtet das Finanzamt in aller Regel auf Belege, wenn Sie nicht mehr als 110 Euro ansetzen. Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf eine Pauschale für Arbeitsmittel. Wenn Sie also über Quittungen verfügen, können Sie hiermit gegebenenfalls auch noch höhere Beträge nachweisen.

Praxis-Tipp:

Hat das Arbeitsmittel nicht mehr als 487,90 Euro brutto gekostet, dürfen Sie die Ausgaben dafür im gleichen Jahr ansetzen. Teurere Gegenstände müssen Sie über die Nutzungsdauer über mehrere Jahre verteilt abschreiben.

Steuertipps Arbeitnehmer

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