zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  • Alle Funktionen
  •  
     
Lecker essen, richtig absetzen: Steuertipps für Bewirtungskosten

Lecker essen, richtig absetzen: Steuertipps für Bewirtungskosten

  • Bewirtungskosten richtig absetzten 
  • Mit praktischen Beispielen 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Bewirtungskosten richtig absetzen

E-Book: Bewirtungskosten richtig absetzen
 
kostenlos
16 Seiten | A4 Druckformat | 2,29 MB
E-Book als PDF downloaden

Ob Vertragsverhandlung oder Projektmeeting, ob Geschäftsanbahnung oder Teamsitzung: Ein gutes Essen gehört zur Arbeit häufig dazu. Mal geht man zum Mittagessen in ein Lokal um die Ecke, mal führt man den neuen Kunden in das erste Restaurant am Platz aus. Mal werden Kekse und belegte Brötchen im Besprechungsraum gereicht, mal lässt man den Caterer ein warmes Essen liefern.

Damit das Essen steuerlich ein Arbeitsessen bleibt und nicht zum finanziellen Privatvergnügen für Sie wird, sollten Sie die verschiedenen Spielarten der Bewirtung kennen. Und Sie sollten unbedingt die Formalia beachten, die notwendig sind, damit das Finanzamt die Bewirtungskosten anerkennt – und Sie am Ende nicht die böse Quittung vom Betriebsprüfer erhalten.

Alle Informationen erhalten Sie in unserem E-Book „Lecker essen, richtig absetzen“.

Tipp: Mit der cleveren Online-Lösung von lexoffice können Sie Ihre Bewirtungskosten bequem online verwalten. Vertrauen Sie auf lexoffice Rechnung & Finanzen, um Ihre Rechnungen und Aufträge zu erledigen!

Geschäftlich oder betrieblich? Ein (steuerlich) großer Unterschied

Essen müssen Sie immer – im Grunde genommen ist das Mittagessen im Restaurant daher eigentlich Privatsache. Wenn Sie jedoch mit Geschäftspartnern essen gehen, um dem anstrengenden Projektmeeting eine angenehme Pause zu verschaffen, oder Ihre Arbeitnehmer während einer längeren Besprechung bewirten, steht dies im direkten Zusammenhang mit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Die Folge: Sie dürfen die Aufwendungen dafür steuerlich geltend machen.

Steuertipps Bewirtungskosten Kellner

Unter Bewirtung versteht das Einkommensteuerrecht den „Verzehr von Speisen, Getränken und sonstigen Genussmitteln“. Zu den Bewirtungskosten zählen auch Beträge, die nicht für Essen oder Trinken ausgegeben werden – also zum Beispiel Trinkgelder, Kosten für Tischdekoration, Garderobengebühren oder das Kleingeld, das Sie der Toilettenfrau auf den Tisch legen.

Allerdings macht es steuerlich betrachtet einen Unterschied, wen Sie zum Essen ausführen. Laden Sie einen Kunden nach erfolgreichem Vertragsabschluss zum Essen ein, stuft das Finanzamt dies als geschäftlichen Anlass ein. Mit der Konsequenz, dass Sie die Kosten für Speisen und Getränke lediglich zu 70 Prozent als Betriebsausgaben abziehen dürfen.

Ein Beispiel: Sie haben sich während einer Messe mit einem potenziellen Kunden über mögliche gemeinsame Projekte im kommenden Jahr unterhalten. In der darauffolgenden Woche sind Sie ohnehin in der Region des möglichen Geschäftspartners unterwegs und laden ihn deshalb zu einem Lunch ein. Die Ausgaben für das Essen beim Italiener dürfen Sie zu 70 Prozent als Betriebsausgaben geltend machen.

Praxis-Tipp:

Derzeit ist ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht anhängig, in dem es darum geht, ob die Beschränkung der abzugsfähigen Betriebsausgaben bei Bewirtung auf 70 Prozent verfassungsgemäß ist (Aktenzeichen 2 BvL 4/13). In dem zugrundeliegenden Fall hatte eine Klägerin moniert, das entsprechende Haushaltsbegleitgesetz aus dem Jahr 2004 sei damals nicht in formell verfassungsmäßiger Weise zustande gekommen. Mit dem Gesetz waren auf Basis des sogenannten Koch-Steinbrück-Papiers zahlreiche steuerliche Vergünstigungen zusammengestrichen worden. So waren bis dahin Bewirtungsaufwendungen zu 80 Prozent abzugsfähig.

 

Kunden, Lieferanten, Berater oder potenzielle Interessenten zählen damit zum möglichen Geschäftspartnerkreis. Sie können aber auch mit anderen Unternehmern aus Ihrem beruflichen Netzwerk essen gehen – wenn Sie etwa Informationen über ein gemeinsames Projekt austauschen wollen. Zu einem geschäftlichen Anlass zählen beispielsweise

  • Vertragsverhandlungen,
  • Projektgespräche sowie
  • Informations- und Ideenaustausch.

Ob Sie mit Ihrer Restauranteinladung tatsächlich einen Geschäftsabschluss erreichen, ist – zumindest steuerlich betrachtet – Nebensache. Sie müssen dem Finanzamt nicht nachweisen, dass Ihnen das Geschäftsessen nachvollziehbare Einnahmen bringt. So hat beispielsweise das Finanzgericht München vor einiger Zeit bereits die Finanzverwaltung zurechtgewiesen (Aktenzeichen 14 K 4676/06). Die Richter argumentierten, dass man auch nach dem Schalten von Anzeigen oder dem Verteilen von Flyern nicht nachprüfen könne, ob und in welchem Umfang sich dadurch ein Geschäftserfolg eingestellt habe. Die Kosten dafür seien trotzdem abzugsfähig. Fazit: Ob das Geschäftsessen tatsächlich zu nachvollziehbaren Einnahmen geführt hat, geht das Finanzamt nichts an.

Bewirtungskosten im Betrieb

Wenn Sie Ihre eigenen Mitarbeiter bewirten, sieht die Sache steuerlich schon etwas anders aus. Laden Sie Ihre Angestellten zum Essen ein oder lassen Sie bei einem zeitaufwändigen Projekt einen Caterer ins Haus kommen, dürfen Sie die Kosten dafür zu 100 Prozent steuerlich geltend machen. Auch das Weihnachtsessen mit Ihren Arbeitnehmern ist in voller Höhe abzugsfähig, da es als Betriebsveranstaltung allgemein betrieblich veranlasst ist.

Praxis-Tipp:

Aufgepasst bei Bewirtungen aus betrieblichem Anlass! Sie dürfen nur dann die Bewirtungskosten vollständig als Betriebsausgaben in der Gewinnermittlung abziehen, wenn auch wirklich alle Teilnehmer Ihre Angestellten sind. Sobald auch nur eine Person am Essen teilnimmt, die nicht zu Ihren Mitarbeitern zählt, wird aus dem betrieblichen ein geschäftlicher Anlass – und die Ausgaben sind nur noch beschränkt abzugsfähig. Das gilt auch für Ihre freien Mitarbeiter. Umgekehrt bleibt ein Geschäftsessen eine Bewirtung aus geschäftlichem Anlass, auch wenn ein Mitarbeiter von Ihnen teilnimmt.

 

Beim Essen mit den eigenen Arbeitnehmern lauern andere Steuerfallen. Hier müssen Sie unterscheiden, ob es sich um ein Arbeitsessen oder ein Belohnungsessen handelt. Denn diese Einstufung zieht steuer- und sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen nach sich.

Steuertipps Bewirtungskosten Bewirtungskosten

Beispiel Arbeitsessen: Mitarbeiter Ihres Unternehmens machen Inventur, Sie lassen einen Partyservice Essen und Getränke in die Firma liefern. Da die Bewirtung aufgrund eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes stattfindet, bleibt der geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei. Allerdings ist hierfür ein Höchstwert von 60 Euro brutto pro Mitarbeiter festgelegt. Achtung: Hierbei handelt es sich um eine Freigrenze. Übersteigen die Bewirtungskosten pro Arbeitnehmer den Betrag auch nur um einen Cent, wird die komplette Summe steuerpflichtig.

Bewirtung: Reine Formsache!

Machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihr Sachbearbeiter beim Finanzamt in puncto Bewirtungskosten und Steuern immer etwas skeptisch eingestellt ist. Der berufliche oder betriebliche Anlass muss deutlich aus dem Beleg der Bewirtung hervorgehen. Ohnehin ist es für den Vorsteuerabzug zwingend, dass Sie eine ordnungsgemäße Quittung vorlegen. Denn für den Abzug als Betriebsausgabe gelten strenge Formvorschriften. Diese Aufzeichnungspflichten sind im Einkommensteuergesetz festgelegt. Dort heißt es in § 4 Absatz 5 Nr. 2: „Zum Nachweis der Höhe und der betrieblichen Veranlassung der Aufwendungen hat der Steuerpflichtige schriftlich die folgenden Angaben zu machen: Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen. Hat die Bewirtung in einer Gaststätte stattgefunden, so genügen Angaben zu dem Anlass und den Teilnehmern der Bewirtung; die Rechnung über die Bewirtung ist beizufügen.“

Als Gastgeber benötigen Sie einen maschinell erstellten und registrierten Rechnungsbeleg einer Registrierkasse. Darüber hinaus müssen Ort, Datum, die Namen aller Teilnehmer, der Anlass der Bewirtung, die verzehrten Speisen und Getränke sowie die einzelnen Preise aufgeführt sein.

Gewinnermittlung 2015: Das müssen Unternehmer beachten

Beantragen Sie in Ihrer Gewinnermittlung 2015 hohe Ausgaben für die Bewirtung von Geschäftspartnern und Kunden, schauen die Sachbearbeiter im Finanzamt meist ganz genau hin. Deshalb ist es wichtig, alle Steuerspielregeln einzuhalten, um den Kostenblock „Bewirtung“ problemlos als Betriebsausgabe absetzen zu dürfen. Hier ein paar steuerliche Stolperfallen, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Getrennte Verbuchung der Bewirtung

Oftmals verbuchen Unternehmer die Bewirtungsausgaben als „sonstige Ausgaben“. Ein fataler Fehler, der den Verlust des kompletten Betriebsausgabenabzugs bedeuten kann. Denn nach § 4 Abs. 7 EStG verlangt das Finanzamt eine getrennte Aufzeichnung der Bewirtungskosten.

Um dieses Problem zu vermeiden, empfiehlt sich Folgendes:

  • Heften Sie Restaurantrechnungen getrennt von den übrigen Belegen ab.
  • Nutzen Sie eine Buchhaltungssoftware wie zum Beispiel Lexware buchhalter, dann sollten Sie für Bewirtungskosten nur das Konto Bewirtung verwenden.
  • In der Gewinnermittlung sollte ein eigenständiger Posten „Bewirtung“ ausgewiesen werden.

Besonderheiten bei Messeveranstaltungen

Nahmen Sie 2015 als Aussteller an einer Messe teil und haben am Abend eine rauschende Party mit Catering veranstaltet, stuft das Finanzamt diese Cateringausgaben als Bewirtung ein. Obwohl diese Ausgaben für Sie also eindeutig Werbeaufwendungen darstellen, müssen Sie die Cateringausgaben herausrechnen und als Bewirtungskosten verbuchen. Ohne die Differenzierung geht der Betriebsausgabenabzug inklusive des Vorsteuerabzugs verloren.

Beispiel: Sie nahmen 2015 an einer Gamer-Messe in Köln teil. An einem Abend veranstalteten Sie auf dem Messegelände eine Party für potentielle Kunden sowie für Geschäftsfreunde. Die Kosten für dieses Event betrugen 15.000 Euro, wobei alleine 8.000 Euro für das Buffet anfielen. Sie verbuchen die Ausgaben a) als Werbeaufwand oder b) als Bewirtung.

 
  Variante a: Verbuchung als Werbeaufwand Variante b: Verbuchung als Bewirtung
Betriebsausgabenabzug 0 Euro 5.600 Euro (8.000 Euro x 70%)
Begründung Ausgaben für Bewirtung wurden nicht getrennt von den übrigen Betriebsausgaben aufgezeichnet. Korrekte Behandlung der Ausgaben als Bewirtung.

Verteilen Sie während des Messetags Snacks und Getränke, müssen Sie diese Ausgaben nicht als Bewirtungskosten aufzeichnen. Hier handelt es sich in voller Höhe um Betriebsausgaben.

Richtig aufgezeichnet, aber nicht mehr lesbar

Die Finanzämter nehmen immer häufiger Stichproben vor und fordern die Rechnungen über die Bewirtung an. So mancher Unternehmer hat seine Belege zwar ordentlich abgeheftet, doch beim Heraussuchen für das Finanzamt kommt dann der Schock: Der Thermobeleg ist vollständig verblasst und damit nicht mehr lesbar. Was tun?

Um dieses Problem generell zu verhindern, sollten Sie von Thermobelegen Kopien oder besser Scans anfertigen und bei den steuerlichen Geschäftsunterlagen aufbewahren. Dann können Sie im Zweifel nachweisen, wie die verblassten Belege einmal ausgesehen haben. Haben Sie keine Kopien bzw. Scan gemacht und der Beleg über die Bewirtung ist nicht mehr lesbar, ist der Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzug eigentlich verloren. Denn Sie sind in der Beweislast, wenn Sie Betriebsausgaben von Ihrem Gewinn abziehen möchten und wenn Sie die Vorsteuer aus der Bewirtung erstattet bekommen möchten.

 

Praxis-Tipp:

Doch es gibt ein paar Möglichkeiten, diesen Buchhaltungsmangel zumindest für den Betriebsausgabenabzug wieder auszubügeln. Denkbar ist folgende Vorgehensweise:

  • Sie erstellen einen Eigenbeleg. Das ist ein Blatt Papier, auf dem Sie vermerken, mit wem Sie wann aus welchen Gründen gegessen haben und wie viel Sie bezahlt haben.
  • Können Sie die Bewirtung mit einem Bankauszug nachweisen, weil Sie mit EC- oder Kreditkarte bezahlt haben, haben Sie gute Chancen für den Betriebsausgabenabzug.

 

Ohne Bankbelege kommt es darauf an, ob der Sachbearbeiter im Finanzamt mit den übrigen Aufzeichnungen zufrieden ist. Bei mehreren Mängeln wird er die Eigenbelege zur Bewirtung nicht anerkennen. Passt außer den verblassten Belegen alles, wird er zumindest einen Großteil als Betriebsausgaben zum Abzug zulassen.

 

Screen vom Inhalt Ebook Steuertipps Bewirtungskosten

Leitfaden zu Bewirtungskosten

Viele weitere Details und Steuertipps finden Sie in unserem kostenlosen Ratgeber „Lecker essen, richtig absetzen“.

16 Seiten | A4 Druckformat | 2,24 MB


 

Aktuelle Beiträge zum Thema

Zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose E-Book "Lecker essen, richtig absetzen" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com
Bestell-Nr.: E11019_170
Bestellschein
Bitte faxen an:
0180 / 539 90 11 (kostenlos)
Oder bestellen Sie rund um die Uhr
per Telefon:
0180 / 539 80 11 (kostenlos)
per E-Mail:
per Post:
Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Munzinger Str. 9
79111 Freiburg
im Internet:
WN 00633594
 
Firma
 
Name/Vorname
 
Beruf/Branche
 
Straße/Nr.
 
PLZ/Ort
 
Telefon
 
Fax
 
E-Mail
 
 
 
 
 
 
 
 
Kunden-Nummer (falls bekannt)
Anzahl Produkt   Gesamtpreis
1 E-Book: Bewirtungskosten richtig absetzen 0,00 €
Bestell-Nr.: E11019_170
Versandpauschale (Inland) 0,00 €
Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.) 0,00 €
Datum/Ort Unterschrift
 

Das könnte Sie auch interessieren

Können wir Ihnen helfen?

0800 539 80 11

kostenlos, Mo-Fr 8-22 Uhr
Sa & So 10-20 Uhr

Live Chat