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Doppelte Haushaltsführung: Beteiligen Sie den Fiskus an Ihren Kosten

Doppelte Haushaltsführung: Beteiligen Sie den Fiskus an Ihren Kosten

E-Book: Alles zur doppelten Haushaltsführung

E-Book: Alles zur doppelten Haushaltsführung
 
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16 Seiten | A4 Druckformat | 1,24 MB
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Arbeitnehmer mit zwei Wohnungen

Die heutige Arbeitswelt erfordert viel Flexibilität. Und so gibt es immer mehr Mitarbeiter, die beruflich bedingt eine zweite oder vielleicht sogar eine dritte Wohnung beziehen.

Praxisbeispiele:

  • Ein Unternehmen wird umstrukturiert und verlegt seinen Standort. Der Arbeitnehmer A zieht deswegen um.

  • Der Beschäftigte B wechselt seinen Arbeitgeber, mietet nunmehr zusätzlich eine Zweitwohnung in einer fremden Stadt an und pendelt am Wochenende in die Heimat, wo die Familie weiterhin wohnt.

  • Beide Ehe- oder Lebenspartner C und D machen beruflich Karriere. Während in der gemeinsamen Wohnung das Familienleben am Wochenende und in den Urlauben stattfindet, wohnen C und D jeweils in einer Zweitwohnung in der Nähe ihres Arbeitgebers.

Dies sind typische Beispielfälle, in denen Arbeitnehmer in ihrer Einkommensteuererklärung den Mehraufwand aus Anlass einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten steuerlich geltend machen bzw. absetzen können. Der Fiskus beteiligt sich finanziell an den Lasten. Unter welchen Voraussetzungen dies möglich ist und welche Kosten konkret von der Steuer abgesetzt werden können, das beschreibt unser E-Book zur doppelten Haushaltsführung anschaulich und topaktuell. Haushalt


In unserem E-Book finden Sie:

  1. die neuen Grundsätze, die seit der Umsetzung der steuerlichen Reisekostenreform zum Jahresanfang 2014 gelten,
  2. die neuen Angabepflichten, die seit der Einkommensteuererklärung 2013 gelten und
  3. die jüngste Rechtsprechung der Finanzgerichte sowie die aktuellen Vorgaben der Finanzverwaltung (Stand: 31.7.2014).

Die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung gelten prinzipiell auch für Selbstständige. Profitieren Sie zusätzlich von konkreten Tipps, wie ein Arbeitgeber bestimmte Kosten oft steuerfrei an seine Arbeitnehmer erstatten kann. Dargestellt wird die ab 2014 gültige Rechtslage.

Tipp: Nutzen Sie für Ihre Steuererklärung doch einfach TAXMAN! Die professionelle Steuersoftware kennt viele Einsparmöglichkeiten und hilft Ihnen Schritt-für-Schritt beim Ausfüllen. Und durch die Lexware Aktualitätsgarantie bleibt TAXMAN immer auf dem neuesten Stand.

Wann doppelte Haushaltsführung vorliegt

Mit den Praxisbeispielen wird deutlich, dass die doppelte Haushaltsführung ...

  1. das Innehaben einer Zweitwohnung, eines eigenen Hausstands, erfordert – und zwar aus eigenem Recht als Mieter oder Eigentümer, alternativ aus abgeleitetem Recht als Lebenspartner, Lebensgefährte oder als Wohngemeinschaftsbewohner.

  2. sich darin manifestiert, dass die zusätzlich bezogene Zweitwohnung nicht den Lebensmittelpunkt darstellt; dieser liegt vielmehr in der Hauptwohnung.

  3. beruflich veranlasst wurde und deshalb die Wohnung bezogen wurde (zum Beispiel bei Neuantritt einer Stelle, Versetzung, Arbeitsplatz- oder Firmenwechsel).

  4. in einer Wohnung am oder zumindest in der Nähe des Beschäftigungsorts, der ersten Tätigkeitsstätte (R 9.11 Absatz 4 Lohnsteuer-Richtlinien LStR), realisiert wird.

  5. seit Jahresanfang 2014 eine finanzielle Beteiligung an den Kosten der Lebensführung erfordert. Damit sind die laufenden Kosten wie Miete und Mietnebenkosten gemeint. Bei Arbeitnehmern wird typisierend vorausgesetzt, dass sie mindestens mehr als 10% (Bagatellgrenze) der monatlich regelmäßig anfallenden laufenden Kosten wie die Miete als Geldleistung tragen. Wird die Bagatellgrenze unterschritten, so kann die finanzielle Beteiligung auch anderweitig nachgewiesen werden.

Legaldefinition

Gesetzlich neu geregelt wurde die doppelte Haushaltsführung in § 9 Absatz 1 Satz 3 Nr. 5 EStG mit der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts zum 1.1.2014:

„Werbungskosten sind auch notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen. Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes seiner ersten Tätigkeitsstätte einen eigenen Hausstand unterhält und auch am Ort der ersten Tätigkeitsstätte wohnt. Das Vorliegen eines eigenen Hausstandes setzt das Innehaben einer Wohnung sowie eine finanzielle Beteiligung an den Kosten der Lebensführung voraus. Als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung können im Inland die tatsächlichen Aufwendungen für die Nutzung der Unterkunft angesetzt werden, höchstens 1.000 Euro im Monat. Aufwendungen für die Wege vom Ort der ersten Tätigkeitsstätte zum Ort des eigenen Hausstandes und zurück (Familienheimfahrt) können jeweils nur für eine Familienheimfahrt wöchentlich abgezogen werden. Zur Abgeltung der Aufwendungen für eine Familienheimfahrt ist eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstandes und dem Ort der ersten Tätigkeitsstätte anzusetzen. Nummer 4 Satz 3 bis 5 ist entsprechend anzuwenden. Aufwendungen für Familienheimfahrten mit einem dem Steuerpflichtigen im Rahmen einer Einkunftsart überlassenen Kraftfahrzeug werden nicht berücksichtigt.“

Details beschreibt das BMF-Schreiben vom 30.9.2013, Aktenzeichen IV C 5 – S 2353/13/10004.

Was ist absetzbar?

Nur die durch die doppelte Haushaltsführung ausgelösten Mehraufwendungen sind als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig. Dazu zählen folgende Positionen:

1. Unterkunftskosten

Seit 2014 wird bei einer inländischen Wohnung unabhängig von der Größe pauschal maximal 1.000 Euro pro Monat anerkannt. Bei einem gemieteten Apartment zählen hierzu:

unterkunft

  • Miete,
  • Mietnebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser, Müllgebühren etc.,
  • Reinigungskosten,
  • Abschreibung für notwendige Einrichtungsgegenstände wie Bett, Kühlschrank etc.,
  • Rundfunkbeiträge,
  • Zweitwohnungsteuer und auch die Mietkosten für einen separat angemieteten Pkw-Stellplatz oder eine Garage.



Auch für Wohnungseigentümer gilt die 1.000-Euro-Höchstgrenze. Einzubeziehen sind hier dann:

  • Abschreibungen,
  • Schuldzinsen,
  • Nebenkosten,
  • Versicherungen,
  • Grundbesitzabgaben,
  • Reparatur- und Renovierungsaufwendungen und
  • Mobiliar etc.

Die neue Pauschale wird sicherlich zu weniger Streit wegen der Angemessenheit der Wohnungskosten führen. Auf deren Größe kommt es jedoch nach wie vor an, wenn die Zweitwohnung im Ausland liegt. Dann wird wie bis Ende 2013 in diesen Fällen typisierend eine Durchschnittsmiete für eine 60 Quadratmeter große Wohnung als Maßstab herangezogen, die nicht überschritten werden darf. Bis zu 1.000 Euro monatlich kann der Arbeitgeber die nachgewiesenen erforderlichen Kosten steuerfrei erstatten. Alternativ kann er – ebenfalls steuerfrei – für die ersten drei Monate jede Übernachtung mit 20 Euro pauschal vergüten, danach für weitere 21 Monate mit 5 Euro.

2. Umzugskosten

umzug

Für die Begründung, den Wechsel oder die Beendigung einer doppelten Haushaltsführung können die nachgewiesenen Umzugskosten (vor allem Speditionskosten) als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgesetzt werden. Zu den Umzugskosten müssten auch die Maklerkosten für die Vermittlung der Zweitwohnung gehören. Diese sind unbeschränkt abziehbar. Der Arbeitgeber kann diese steuerfrei erstatten. Die Pauschale für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Gesetz über die Umzugskostenvergütung für die Bundesbeamten, Richter im Bundesdienst und Soldaten (BUKG) ist nicht anwendbar.

Aktuelles Urteil: Doppelte Haushaltsführung auch dann, wenn beide Ehegatten in Zweitwohnung leben

Beantragen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung für die Anmietung einer Zweitwohnung am Beschäftigungsort den Werbungskostenabzug im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung, prüft der Sachbearbeiter im Finanzamt meist ganz genau, ob Sie tatsächlich eine Erstwohnung haben und wenn ja, ob sich dort wirklich noch Ihr Lebensmittelpunkt befindet. Noch misstrauischer dürfte der Sachbearbeiter werden, wenn sich Eheleute die Zweitwohnung am Beschäftigungsort teilen. Doch das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat vor kurzem klargestellt, dass bei dieser zugegebenermaßen fragwürdigen Konstellation sehr wohl ein Werbungskostenabzug für die doppelte Haushaltsführung in Frage kommen kann.

In einem Streitfall vor dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg ging es um ein Lehrer-Ehepaar, das gemeinsam an einer zwei Stunden von der Erstwohnung gelegenen Schule angestellt war. Aufgrund der weiten Entfernung mietete sich das Ehepaar am Ort der Schule eine Zweitwohnung an. Im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärungen machten die Eheleute je zur Hälfte die Ausgaben im Zusammenhang mit der doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt lehnte den Werbungskostenabzug ab.

Die Unterstellung des Sachbearbeiters: „Da beide Eheleute am Beschäftigungsort in der Zweitwohnung leben, haben sie dort ihren Lebensmittelpunkt und nicht mehr in ihrer Erstwohnung.“

Dieser Generalverdacht, dass Ehegatten, die gemeinsam eine Zweitwohnung am Beschäftigungsort bewohnen, dort auch ihren Lebensmittelpunkt haben, kann nach Ansicht des Finanzgerichts Berlin-Brandburg widerlegt werden. In dem Urteilsfall sprachen folgende Indizien für das Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung:

  • Beide Eheleute waren am Beschäftigungsort beruflich engagiert.
  • Die Eheleute hatten drei Töchter, die noch in der Erstwohnung lebten. Eine Tochter war zum Zeitpunkt der doppelten Haushaltsführung noch minderjährig.
  • Die Eltern verbrachten nachweislich die Wochenenden und die Ferien zu Hause an ihrem Erstwohnsitz und fuhren nachweislich jeden Mittwoch zu ihrem Erstwohnsitz.

Aufgrund dieser Indizien ließen sich die Richter davon überzeugen, dass sich der Lebensmittelpunkt nicht wie vom Finanzamt unterstellt, in der Zweitwohnung am Beschäftigungsort befindet, sondern nach wie vor am Erstwohnsitz (Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 9.3.2016, Aktenzeichen 7 K 7098/14).

Praxis-Tipp:

Das Lehrer-Ehepaar nutzte im Rahmen der doppelten Haushaltsführung in ihrer Zweitwohnung noch ein häusliches Arbeitszimmer. Für den Sachbearbeiter im Finanzamt war das ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich in dieser Zweitwohnung der Lebensmittelpunkt befinden muss, der die doppelte Haushaltsführung zu Fall bringt. Doch auch diesen Sachverhalt beurteilten die Finanzrichter komplett anders: Das Arbeitszimmer ermögliche es den beiden Lehrern, ihre beruflichen Ausgaben in der Zweitwohnung zu erledigen. Dadurch bleibe zu Hause am Erstwohnsitz mehr Zeit für Privates.

Nachweise, die für eine doppelte Haushaltsführung sprechen

Das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandburg ist für Eheleute, die gemeinsam in einer Zweitwohnung am Beschäftigungsort leben, nur die erste Hürde, um das Finanzamt davon zu überzeugen, dass eine doppelte Haushaltsführung vorliegt. Trotz des steuerzahlerfreundlichen Urteils müssen Eheleute zusätzlich für handfeste Nachweise sorgen, um glaubwürdig darlegen zu können, dass sich der Lebensmittelpunkt nach wie vor am Erstwohnsitz befindet. Folgende Nachweise bzw. Handlungen sind hier empfehlenswert:

  • Fahren Sie einmal unter der Woche und am Wochenende mit dem Auto nach Hause an den Erstwohnsitz, tanken Sie nur auf dieser Strecke und bewahren Sie die Tankquittungen auf.
  • Lassen Sie sich bescheinigen, wenn Sie zu Hause einen Termin beim Arzt, bei der Bank oder beim Steuerberater hatten.
  • Zeichnen Sie auf, an welchen Tagen Sie aus welchen Gründen zu Hause eingebunden waren (Vereinszugehörigkeit, Mitglied im Gemeinderat etc.).

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