zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  • Alle Funktionen
  •  
     
Strafbefreiende Selbstanzeige: Schnell noch die Brücke zur Steuerehrlichkeit nutzen

Strafbefreiende Selbstanzeige: Schnell noch die Brücke zur Steuerehrlichkeit nutzen

E-Book: Steuerhinterziehung und Selbstanzeige

E-Book: Steuerhinterziehung und Selbstanzeige
 
kostenlos
17 Seiten | A4 Druckformat | 1,3 MB
E-Book als PDF downloaden

Eine Selbstanzeige ist im Grunde nichts anderes als sich selbst beim Finanzamt der Steuerhinterziehung zu bezichtigen. Die wichtigste Wirkung, die hierbei erzielt werden soll: Straffreiheit. Dies erhoffte sich auch der langjährige FC Bayern München-Manager Uli Hoeneß – und muss nun für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Sein Problem: Die Selbstanzeige verstieß gegen bestimmte festgelegte Kriterien, die in unserer Broschüre ausführlich erläutert werden.

Viele Anregungen zur Steuernachzahlung

Bei der strafbefreienden Selbstanzeige kommt es auf detailliertes Wissen an, das nicht nur darüber entscheidet, ob die Selbstanzeige einen Freiheitsentzug verhindert, sondern auch wie viel Steuern nachgezahlt werden müssen. Hierfür bekommen Sie – noch bevor Sie das Gespräch mit einem versierten Steueranwalt oder Steuerberater suchen – zahlreiche zielführende Anregungen.

Eingearbeitet wurden die vorgesehenen gesetzlichen Verschärfungen, die ab dem 1. Januar 2015 gelten werden. Denn nach einem Beschluss der Finanzminister vom 9. Mai 2014 bleibt das Instrument der strafbefreienden Selbstanzeige erhalten, doch die Bedingungen und Voraussetzungen werden verschärft. Ein entsprechendes Gesetz im Steuerrecht wird demnächst verabschiedet (Redaktionsschluss: 2. Juni 2014).

Im Ergebnis kann man auf jeden Fall allen Steuerhinterziehern raten, die jetzige Rechtslage noch zu nutzen. Wer bis spätestens bis zum Jahresende 2014 eine Selbstanzeige nach der in unserem E-Book dargestellten Grundsätzen vollständig an die Finanzbehörde gibt, kommt oftmals günstiger davon als wenn er dies verzögern würde.

Tipp: Sie wollen in Sachen Steuer auf der richtigen Seite sein? Dann empfehlen wir Ihnen smartsteuer. Dank der Cloud-basierten Software von Lexware können Sie bequem Ihre Steuererklärung online machen und Steuern sparen. Dabei behalten Sie bis zum Schluss die Kontrolle über Ihre Daten und zahlen erst bei Übermittlung an das Finanzamt.

Flucht

Flucht ins Ausland – bilaterale Doppelbesteuerungsabkommen

Wer in Deutschland seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, das heißt sich an mindestens 183 Tagen im Jahr hier aufhält, muss grundsätzlich hierzulande sein gesamtes Welteinkommen versteuern – also auch beispielsweise im Ausland eingenommene Zinsen. Um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden, gibt es bestimmte zwischenstaatliche Verträge. Wichtig zu wissen ist, dass Doppelbesteuerungsabkommen bilateral regeln, wie sich zwei Länder das Steuersubstrat teilen, wenn sowohl im Ausland als auch in Deutschland Geld verdient wird. Deutschland hat mit den meisten Staaten solche Abkommen abgeschlossen.

Steuerflucht kann aus zwei Perspektiven erfolgen:

  • entweder das Geld als flüssiges Mittel flieht oder
  • der Steuerpflichtige als Person.

Letzteres bedeutet in der Tat, dauerhaft seine Heimat und sein persönliches Umfeld zu verlassen. Wer jedoch dauerhaft wegzieht oder eben etwas weniger als die Hälfte des Jahres in Deutschland ist, der ist steuerlich kein Deutscher mehr. Spitzenverdiener Franz Beckenbauer wohnt aus diesem Grund etwa im österreichischen Kitzbühel. So mancher vermögende Unternehmer hat ein ähnlich gelagertes Domizil etwa auf der per Flugzeug von Deutschland aus schnell erreichbaren Insel Mallorca gewählt. Dort muss der Lebensmittelpunkt sein. Dann ist er allenfalls mit den in Deutschland verdienten Einnahmen steuerpflichtig (beschränkte Steuerpflicht).

Prominente Steuerhinterzieher

Die Schweiz lockte mit ihren anonymen Nummernkonten in der Vergangenheit auch zahlreiche unbeschränkt steuerpflichtige Deutsche, um ihr Geld dort diskret und anonym anzulegen. Nicht wenige davon verheimlichten ihre kassierten Zinsen, Dividenden oder andere in Deutschland steuerpflichtigen Einnahmen - und begingen damit Steuerstraftaten laut Steuerrecht. Nicht nur Uli Hoeneß, auch die Journalistin Alice Schwarzer etwa ist eine von vielen Prominenten, die sich in letzter Zeit als Steuerhinterzieherin bekannt hat. Sie hat sich selbst beim Finanzamt gemeldet. Doch aktuell scheint es so zu sein, dass sie möglicherweise bestimmte unversteuerte Einnahmen auch in ihrer Selbstanzeige vergessen hat – damit wäre diese unvollständig und somit ungültig. Die Journalistin muss daher mindestens mit einem Strafbefehl rechnen.

Praxis-Tipp: Die Tücken der Schweiz Die Schweiz mit ihren traditionellen „ehrwürdigen“ Banken und als politischer Stabilitätsanker lockte bislang trotz niedrigster Verzinsung sehr viel Kapital aus der ganzen Welt in die Alpenrepublik – auch aus dem nicht immer so geliebten Nachbarland Deutschland. Doch die Geldfestung Schweiz hat in den letzten Jahren merkliche Risse bekommen:

Schweiz

  • Das Schweizer Bankgeheimnis ist bereits jetzt schon so löchrig wie der Emmentaler Käse.

  • Durch den (illegalen) Verkauf von Steuer-CDs mit Kunden- und Adressdaten an die deutsche Finanzverwaltung wurde dieses in den letzten Jahren ohnehin unterminiert.

  • Künftig wird die bisherige „heilige Kuh“ Bankgeheimnis endgültig geschlachtet.

Denn die Eidgenossen haben dem Druck insbesondere aus den USA und den europäischen Nachbarstaaten beigegeben und erklärt, dass sie sich am EU-Standard des automatischen Informationsaustauschs beteiligen werden. Konkret bedeutet dies: Die Zinseinnahmen können dann nicht mehr verheimlicht werden und anonyme Nummernkonten wird es nicht mehr geben. Auch Österreich, Luxemburg und 41 weitere Staaten und Gebiete wie die zur EU gehörenden Britischen Kanalinseln werden künftig so verfahren.

Bankgeheimnis ist passé

Das in der Vergangenheit für viele deutsche Anleger so wichtige Bankgeheimnis in Österreich und der Schweiz spielt bereits heute keine Rolle mehr. Österreich wird sich voraussichtlich ab 2015 dem automatischen Informationsaustausch innerhalb der EU anschließen. Analog dazu wird auch die Schweiz aufgefordert, die Wohnsitzfinanzämter über alle Erträge von Anlegern zu informieren; spätestens ab 2017 wird es wohl realisiert sein. In Deutschland hingegen wird von der Bank lediglich eine 25-%-ige Abgeltungssteuer ohne weitere Meldung abgezogen. In der österreichischen Exklave Jungholz, die nur über Straßen aus Deutschland erreichbar ist, spüren die Banken den Geldabfluss deutlich. Ende Juni 2014 schließt beispielsweise die Volksbank Tirol-Innsbruck-Schwaz ihre Filiale. Schweizer Banken drängen ihre Kunden bereits heute zu erklären, dass sie ihre Einnahmen in ihrem Heimatland ordentlich versteuern (Weißgeldstrategie). Wer sich weigert, dem wird das Konto gekündigt.

Steueroasen werden rar

Wem die Steuern in Deutschland zu hoch sind, dem verbleibt neben legalen Steuergestaltungsmöglichkeiten allenfalls der dauerhafte Wegzug als Alternative. Das Nachbarland Schweiz fällt da vielen als erstes ein. In der Tat könnte dort die Steuerbelastung niedriger sein als in der Heimat. Doch Sie müssen wissen, dass

  • die Lebenshaltungskosten dort sehr viel höher sind;
  • die Schweiz ohnehin gegenüber dem Zuzug aus dem Ausland sehr restriktiv ist;
  • die Steuersätze nicht einheitlich hoch sind, sondern kantonal sehr verschieden sind. Als Niedrigsteuerkantone gelten Zug, Obwalden und Schwyz. Im Tiefsteuerkanton Schwyz muss im Durchschnitt nur 13 % Steuern gezahlt werden, im Landesdurchschnitt immerhin 27 %. Dort wohnen dementsprechend auch viele Multimillionäre. Einkommen ab 230.000 Franken (also 190.000 Euro) werden allerdings nach einem aktuellen Parlamentsbeschluss des Kantons Schwyz künftig stärker besteuert, die extrem niedrigen Abführungen aus Dividenden und die Steuern auf Vermögen etwas angehoben. Auch in anderen Kantonen werden Steuererhöhungen erwartet. Hinzu kommen schweizerische Bundessteuern und kommunale Abgaben.

Ein dauerhafter Wegzug etwa in das Emirat Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) kann hingegen eine Steueroptimierung darstellen, da dort nahezu keine Steuern zu zahlen sind. Ansonsten werden die Steueroasen weltweit rar.

Gefahr der Entdeckung steigt

Im Frühjahr 2013 wandte sich ein Informant aus dem Ausland an die Steuerfahndung Wuppertal und bot ihr die Daten deutscher Kunden der “Leumi”-Bank in der Schweiz an. Bei der Bank “Leumi” handelt es sich um das zweitgrößte Kreditinstitut Israels. Nach eigehender Prüfung kaufte Nordrhein-Westfalen diese Steuer-CD. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, dass im Dezember 2013 zirka 100 Fahnder eine Woche lang die Privatwohnungen von rund 50 Kunden durchsuchten – insbesondere in Frankfurt am Main, Berlin und München. Unter den möglichen Steuerhinterziehern sollen einige bekannte Persönlichkeiten sein. Und die Anlagevolumina pro Kunde sollen deutlich höher sein als bei den bisher gekauften Steuer-CDs.

Ob die Kunden ihre ausländischen Konten nicht offengelegt und in Deutschland Steuern hinterzogen haben, werden die Ermittlungen ans Tageslicht bringen. Definitiv zu spät ist für diejenigen eine strafbefreiende Selbstanzeige. Diese Maßnahme ist nur solange möglich wie eine Tat noch unentdeckt ist. Wird diese jedoch rechtzeitig und vollständig abgegeben, so kann ein Steuerhinterzieher unter bestimmten Umständen ohne Freiheitsentzug davon kommen.

Über 24.000 Selbstanzeigen im Jahr 2013

Während im Jahr 2012 bundesweit gut 8.000 strafbefreiende Selbstanzeigen bei denSelbstanzeigen Finanzämtern abgegeben wurden, waren es im letzten Jahr dreimal so viele. Künftig wird die Rückkehr in die Steuerehrlichkeit schwieriger und teurer werden. Im Ergebnis soll ein Steuerpflichtiger, der sich selbst anzeigt, mehr Steuern nachzahlen als bislang. Unter Umständen kann derzeit ein Steuerhinterzieher davon profitieren, dass das Steuer- und Strafrecht nur unzureichend aufeinander abgestimmt sind. Denn noch gilt eine strafrechtliche Verjährungsfrist von fünf Jahren. Deshalb genügt in manchen Fällen der strafbefreienden Selbstanzeige, dass der Hinterzieher nur die Steuererklärungen der letzten fünf Jahre korrigiert, um straffrei davon zu kommen.

Steuerrechtlich ist es aber bereits heute üblich, dass die Finanzämter eine Aufklärung der letzten zehn Jahre verlangen. Für den Steuerpflichtigen ist es allerdings sehr schwierig und teuer die meist im Ausland liegenden Dokumente (zum Beispiel Kontounterlagen, Depotauszüge und Wertpapierverkaufsabrechnungen) zu besorgen.

Doch dies ist enorm wichtig, weil eben nur eine vollständige Selbstanzeige eine strafbefreiende Wirkung entfaltet.

Zwar kann das Finanzamt nach noch herrschender Rechtslage den Steuerpflichtigen nicht zwingen über die fünfjährige Nacherklärungsfrist hinaus die Besteuerungsgrundlagen offenzulegen. Tut er das nicht, kann das Finanzamt diese schätzen – sicherlich nicht zu dessen Gunsten. In der Praxis erklären daher bereits heute fachkundige Steuerberater oder Rechtsanwälte die hinterzogenen Steuern der letzten zehn Jahre nach.

Selbstanzeige Bild

Leitfaden zur Selbstanzeige

Lesen Sie alles, was Sie über die strafbefreiende Selbstanzeige wissen müssen, in unserem kostenlosen E-Book. Jetzt downloaden!

17 Seiten | A4 Druckformat | 1,3 MB



Aktuelle Beiträge zum Thema

zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose E-Book "Strafbefreiende Selbstanzeige" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com
Bestell-Nr.: E11019_181
Bestellschein
Bitte faxen an:
0180 / 539 90 11 (kostenlos)
Oder bestellen Sie rund um die Uhr
per Telefon:
0180 / 539 80 11 (kostenlos)
per E-Mail:
per Post:
Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Munzinger Str. 9
79111 Freiburg
im Internet:
WN 00633594
 
Firma
 
Name/Vorname
 
Beruf/Branche
 
Straße/Nr.
 
PLZ/Ort
 
Telefon
 
Fax
 
E-Mail
 
 
 
 
 
 
 
 
Kunden-Nummer (falls bekannt)
Anzahl Produkt   Gesamtpreis
1 E-Book: Steuerhinterziehung und Selbstanzeige 0,00 €
Bestell-Nr.: E11019_181
Versandpauschale (Inland) 0,00 €
Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.) 0,00 €
Datum/Ort Unterschrift
 

Das könnte Sie auch interessieren

Können wir Ihnen helfen?

0800 539 80 11

kostenlos, Mo-Fr 8-22 Uhr
Sa & So 10-20 Uhr