zurück
 
 
  •  zurück
  • Seitenanfang
  • Alle Funktionen
  •  
     
Geschenke an Geschäftsfreunde, Kunden und Mitarbeiter: So entgehen Sie Steuerfallen

Geschenke an Geschäftsfreunde, Kunden und Mitarbeiter: So entgehen Sie Steuerfallen

E-Book: Steuertipps bei Geschenken

E-Book: Steuertipps bei Geschenken
 
kostenlos
19 Seiten | A4 Druckformat | 2,69 MB
E-Book als PDF downloaden

„Geben ist seliger denn Nehmen" oder „Schenken schafft Gedächtnis": Unternehmen, die sich so gegenüber Geschäftsfreunden, (potenziellen) Kunden und Arbeitnehmern verhalten, betreiben Werbung in eigener Sache und versuchen auf diese Weise positiv in Erinnerung zu bleiben. Damit dies wirklich gelingt und nicht zugleich der Fiskus zum hauptsächlich Beschenkten wird, sollten Sie als Unternehmer einige essenzielle Ratschläge beherzigen. Diese werden Ihnen Geld sparen.

In unserem E-Book zum kostenlosen Download erfahren Sie die Unterschiede zwischen Geschenken und anderen Zuwendungen, die unter bestimmten Bedingungen steuerlich abzugsfähig sind oder eben nicht – bei der Einkommen- und der Umsatzsteuer. Sie erhalten Tipps für Extra-Leistungen, die Sie Ihren Arbeitnehmern zukommen lassen können. Und Sie erfahren, welche Aufzeichnungspflichten Sie bei Präsenten beachten müssen. Schließlich werden diese vom Betriebsprüfer besonders intensiv unter die Lupe genommen – denn oft bietet sich ihm hier Streichpotenzial. Wollen Sie dem Prüfer diesen Gefallen tun?



Übrigens: Weiterführende Tipps zum steueroptimierten Einsatz von Geschenken gibt Ihnen auch Lexware lohn + gehalt wissen. Vertiefen Sie Ihr Fachwissen rund um die Lohn- und Gehaltsabrechnung - und nebenbei erhalten Sie über 100 clevere Arbeitshilfen!

Was gilt als Geschenk?

Geschenke sind unentgeltliche Geld- oder Sachzuwendungen (auch in Form von Gutscheinen), das heißt, es wird keine Gegenleistung erwartet und erbracht. Sobald eine Gegenleistung im Raum steht, kann es zu Abgrenzungsschwierigkeiten kommen. Geschenke Für eine steuerlich abzugsfähige Zuwendung braucht es eine betriebliche Veranlassung. Wird ein Präsent sowohl aus betrieblichen als auch privaten Motiven überreicht, so sind die Kosten insgesamt nicht abziehbar. Sie werden der privaten Lebensführung zugeordnet.

Bloße Annehmlichkeiten bereichern den Empfänger nicht und gelten daher nicht als Geschenke. Warenzugaben beim Kauf, Warenproben, Werbeprämien, Trinkgelder, Kundenservice, Preise beim Preisausschreiben, kostenlose Probeabonnements oder Sponsoringleistungen sind ebenfalls keine Geldgeschenke oder Sachgeschenke.

Dies gilt grundsätzlich auch für

  • Streuwerbeartikel und
  • die kostenlose Bewirtung.

Unser Tipp: Bei Geschenke24.de finden Sie für jeden Anlass die richtige Geschenkidee – ob originelle Mitarbeitergeschenke, personalisierte Geschenkideen für Geschäftspartner und Freunde, Muttertagsgeschenke, Hochzeitsgeschenke oder Geschenke für den Geburtstag. Hier ist für jeden etwas dabei, sowohl für Männer und Frauen als auch für Kinder!

Streuwerbeartikel

Die Finanzverwaltung behandelt Sachzuwendungen wie Kalender, Kugelschreiber, Einwegfeuerzeuge, Notizblöcke und andere Streuwerbeartikel, die pro Stück maximal 10 Euro wert sind, dementsprechend mit folgenden Konsequenzen (Richtlinie 4.10 Abs. 4 Einkommensteuer-Richtlinien EStR):

  1. Es sind keine besonderen Aufzeichnungen für die verschenkten Aufmerksamkeiten erforderlich.
  2. Der Warenwert ist als Betriebsausgabe abzugsfähig.
  3. Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer können aus der Rechnung die Vorsteuer ziehen.
  4. Der Beschenkte muss weder Einkommen- noch Umsatzsteuer für die Zuwendung zahlen.

Allerdings sieht der Bundesfinanzhof (BFH, Urteil vom 16.10.2013, Az. VI R 52/11) in dieser Verwaltungspraxis keine gesetzliche Grundlage und mahnt an, dass die des Weiteren darzustellenden Grundsätze der Geschenkebesteuerung anwendbar wären. Die Finanzverwaltung wendet diese unbürokratische Anwendungserleichterung weiterhin an.

Bewirtungskosten

Ins Visier genommen haben die Münchener Finanzrichter auch die Bewirtungskosten, die ohnehin nur zu 70% als Betriebsausgaben abgezogen werden können. Hier meint der BFH, dass der Bewirtete einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt, der von ihm zu versteuern wäre bzw. vom Zuwendenden gemäß § 37b Einkommensteuergesetz (EStG) pauschal übernommen werden könnte. Auch hier lässt die Finanzverwaltung die bisherige Praxis zu. Die speziellen Aufzeichnungspflichten umfassen:

bewirtung

  • Ort der Bewirtung
  • bewirtete Personen mit Angaben wie Adresse und Firma
  • konkreter Anlass
  • maschinelle Rechnung des Gastronomen
  • zeitnahe Aufzeichnung inklusive Unterschrift des Bewirtenden

Werden diese strengen Kriterien eingehalten, dann sind 70% der Betriebsausgaben und die komplette Vorsteuer abzugsfähig. Und der Bewirtete muss nach aktuellem Stand nichts versteuern.



Werden Arbeitnehmer bewirtet, so gilt die Begrenzung auf 70% nicht. Kaffee, Getränke, Kekse während der Arbeitszeit und die Übernahme von Bewirtungskosten anlässlich eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes, langer Sitzungen, interner Weiterbildungsmaßnahmen und dergleichen stellen Aufwendungen im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse dar. Folge: Betriebsausgabenabzug auf der Arbeitgeberseite und lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendung auf der Arbeitnehmerseite.

Betriebsveranstaltungen

Definiert ist eine Betriebsveranstaltung als Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter. In den Jahren 2012 und 2013 stellte der Bundesfinanzhof in einigen wesentlichen Eckpunkten die bisherige Besteuerung von Betriebsveranstaltungen infrage. Weil der Fiskus daraufhin Steuerausfälle befürchtete, regelte er diese gesetzlich in § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG. Das Bundesfinanzministerium legte mit einem Anwendungsschreiben vom 14.10.2015 nach. Demnach gelten seit 2015 folgende Bedingungen für Betriebsveranstaltungen:

  • Die Einladung muss an alle Mitarbeiter oder einem bestimmten Personenkreis (z. B. Abteilung oder Standort) ergehen.
  • Betragsmäßig ist für die Zuwendungen der Freibetrag von 110 Euro inklusive Umsatzsteuer pro Person und Veranstaltung streng einzuhalten. Der Freibetrag ersetzt die bisherige Freigrenze, das heißt bei Überschreiten der 110-Euro-Marke muss nur der überschießende Betrag versteuert werden.
  • Konsequenz bei Beachtung des 110-Euro-Freibetrags: Die Zuwendung gilt nicht als Arbeitslohn. Für den Arbeitnehmer sind beide Feiern lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Bei Überschreiten des Freibetrags kann der Arbeitgeber den geldwerten Vorteil pauschal mit 25% versteuern, aber sozialversicherungsfrei (§§ 3 Nr. 38, 40 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Allerdings ist ein Vorsteuerabzug nicht möglich. Im Gegenzug entfällt auch die Versteuerung einer unentgeltlichen Wertabgabe.
  • Zweimal im Jahr kann der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer zu einer Betriebsveranstaltung einladen, etwa zu einem Sommerfest und einer Weihnachtsfeier, und kann die Kosten als Betriebsausgaben geltend machen.

Entscheidend für den Freibetrag von 110 Euro ist, wie die Veranstaltungskosten ermittelt werden. Hierzu zählen:

  • direkt konsumierbare Zuwendungen wie Speisen, Getränke und Tabakwaren
  • Geschenke
  • Kosten für den äußeren Rahmen wie Raummiete, Musik, künstlerische Darstellungen
  • und Eintrittskarten für kulturelle und sportliche Events im Rahmen der Betriebsveranstaltung

Im Gesetz ist nun ausdrücklich geregelt, dass die Kosten für Begleitpersonen dem Mitarbeiter zuzurechnen sind. Der Freibetrag ist neuerdings mitarbeiterbezogen zu prüfen.

Wichtig: Lädt der Arbeitgeber seine Mitarbeiter samt Angehörigen zum gemeinsamen Musical-, Bundesligaspiel- oder Rockkonzertbesuch ein, so könnte dies ebenfalls als geldwerter Vorteil und damit als Arbeitslohn gewertet werden. Schließlich veranstaltet nicht der Arbeitgeber dieses Event, stattdessen kauft er die Tickets zum handelsüblichen Preis am Markt. Doch nochmals klar und deutlich: Betriebsfeiern und -veranstaltungen gelten generell nicht als Geschenke und werden auch nicht so behandelt.

Gehaltsextras

Es gilt folgender Grundsatz: Eine Zuwendung an eigene Mitarbeiter kann das Unternehmen komplett als Betriebsausgabe abziehen. Im Gegenzug hat der Arbeitnehmer steuerpflichtigen Arbeitslohn.
Keinen Arbeitslohn stellen neben den Betriebsveranstaltungen (bis 110 Euro) und anderen Zuwendungen, die das Unternehmen in seinem eigenen betrieblichen Interesse als Arbeitgeber zuwendet, folgende Zuwendungen des Arbeitgebers dar: gehalt

  • unentgeltlich zur Verfügung gestellte Arbeitsmittel, die der Mitarbeiter beruflich nutzt
  • gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsschutzmaßnahmen
  • angemessene Kostenübernahme für eine spezielle Sehhilfe zum Einsatz an einem Bildschirmarbeitsplatz, wenn die Notwendigkeit attestiert wurde
  • maschinelle Rechnung des Gastronomen
  • kostenlose Beratung und Vermittlung von z. B. Kinderbetreuern oder Pflegekräften

Erhöhte Sozialbeiträge durch Pauschalversteuerung

Der in § 37b EStG festgelegte pauschale Steuersatz von 30% für Geschenke führt nicht nochmals zu einem geldwerten Vorteil beim Arbeitnehmer. In der Sozialversicherung aber sind pauschalierte Sachzuwendungen an Arbeitnehmer beitragspflichtig (§ 1 Abs. 1 Nr. 14 Sozialversicherungsentgeltverordnung). Für einen pauschalversteuerten Sachbezug entstehen 2016 durchschnittlich folgende Sozialabgaben:

  • Krankenversicherung: 7,3% Arbeitgeberanteil und 8,4% Arbeitnehmeranteil
  • Pflegeversicherung: jeweils 1,175% (in Sachsen für Arbeitgeber 0,675% und für Arbeitnehmer 1,675%)
  • Rentenversicherung: jeweils 9,35%
  • Arbeitslosenversicherung: jeweils 1,5%

Folglich beträgt der Arbeitgeberanteil 19,325% und der Arbeitnehmeranteil 20,225% (außer in Sachsen).

Übernimmt der Arbeitgeber den auf die Sachzuwendung entfallenden Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung, muss dieser Arbeitnehmeranteil aus einem Bruttoarbeitsentgelt ermittelt werden, das mit einem Nettobeitragssatz hochzurechnen ist (§ 14 Abs. 2 Satz 1 Sozialgesetzbuch IV).

Screen vom Inhalt Ebook Geschenke

Leitfaden zu Geschenken

Viele weitere Tipps und Infos zum Thema „Geschenke für Geschäftsfreunde, Kunden und Mitarbeiter“ finden Sie in unserem kostenlosen E-Book. Jetzt downloaden!

19 Seiten | A4 Druckformat | 2,69 MB



Aktuelle Beiträge zum Thema

zu Wissen & Tipps von Lexware >

Sie möchten das kostenlose eBook "Geschenke an Geschäftsfreunde, Kunden und Mitarbeiter" als Freeware auf Ihrer Seite verlinken? Sehr gerne! Kopieren Sie dafür einfach den entsprechenden Quellcode und fügen Sie diesen an der gewünschten Stelle auf Ihrer Seite ein.

Icons made by Freepik from www.flaticon.com
Bestell-Nr.: E11019_161
Bestellschein
Bitte faxen an:
0180 / 539 90 11 (kostenlos)
Oder bestellen Sie rund um die Uhr
per Telefon:
0180 / 539 80 11 (kostenlos)
per E-Mail:
per Post:
Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Munzinger Str. 9
79111 Freiburg
im Internet:
WN 00633594
 
Firma
 
Name/Vorname
 
Beruf/Branche
 
Straße/Nr.
 
PLZ/Ort
 
Telefon
 
Fax
 
E-Mail
 
 
 
 
 
 
 
 
Kunden-Nummer (falls bekannt)
Anzahl Produkt   Gesamtpreis
1 E-Book: Steuertipps bei Geschenken 0,00 €
Bestell-Nr.: E11019_161
Versandpauschale (Inland) 0,00 €
Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.) 0,00 €
Datum/Ort Unterschrift
 

Das könnte Sie auch interessieren

Können wir Ihnen helfen?

0800 539 80 11

kostenlos, Mo-Fr 8-22 Uhr
Sa & So 10-20 Uhr