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Ratgeber zur Gewinnermittlung 2015

Ratgeber zur Gewinnermittlung 2015

  • Die besten Steuertipps für Ihre EÜR 
  • Nützliches Betriebsausgaben-ABC 
  • Kostenlos und auf dem neuesten Stand  

E-Book: Gewinnermittlung - Tipps und Tricks für Ihre EÜR

E-Book: Gewinnermittlung - Tipps und Tricks für Ihre EÜR
 
kostenlos
22 Seiten | A4 Druckformat | 0,8 MB
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Wenn Sie als Kleinunternehmer Ihren Gewinn 2015 nach der einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) gemäß § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, gibt es zahlreiche Strategien, wie Sie Ihren Gewinn bei der Umsatzsteuererklärung legal kleinrechnen können. In unserem E-Book „Gewinnermittlung 2015“ stellen wir Ihnen die wesentlichen Grundsätze zur „Vier-Drei-Rechnung“ vor und verraten Ihnen, wie Sie diese Leitlinien zu Ihren Gunsten auslegen können.

Die besten Steuertipps für Ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung

In unserem ABC der Betriebsausgaben geben wir Ihnen Tipps und Tricks an die Hand, wie Sie dem Finanzamt in Ihrer Steuererklärung selbst fragwürdige Ausgaben problemlos nahebringen können. Werden Sie in Sachen Steuer bereits professionell beraten, können Sie unsere Strategien für ein besonders effektives Gespräch mit Ihrem Steuerberater verwenden. Sprechen Sie ihn auf unsere steuerlichen Empfehlungen an.

 

Zufluss- und Abflussprinzip

Der größte Unterschied zur Bilanzierung ist das strenge Zufluss- und Abflussprinzip der EÜR. Das bedeutet im Klartext: In die Gewinnermittlung 2015 sind nur solche Einnahmen einzubeziehen, die Ihnen tatsächlich im Jahr 2015 zugeflossen sind. Im Gegenzug sind nur die Ausgaben abziehbar, die Ihnen tatsächlich im Jahr 2015 abgeflossen sind. Das Zufluss- und Abflussprinzip der EÜR kann einen interessanten Gestaltungsspielraum bieten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem E-Book.

Tipp: Wenn Sie als Kleinunternehmer oder Freiberufler Ihre Buchhaltung und Steuern komplett selbst erledigen möchten, dann empfehlen wir Ihnen lexoffice, die Cloud-basierte Software von Lexware. Sie erledigen die Buchführung, lexoffice Buchhaltung & Berichte erstellt daraus automatisch die Anlage EÜR, auch unterjährig!

Betriebsausgaben-ABC

Bei der EÜR vergessen Selbständige leider immer wieder, alle Möglichkeiten für den Abzug von Betriebsausgaben auszuschöpfen. Aus diesem Grund haben wir in unserem E-Book auch die effektivsten Strategien zur Gewinnminderung durch einen cleveren Betriebsausgabenabzug zusammengestellt.

Gewinnermittlung Investitionen

1. Beispiel: Investitionsabzugsbetrag für geplante Investitionen

Planen Sie in den Jahren 2016 bis 2018 betriebliche Investitionen ins bewegliche Anlagevermögen (Maschinen, Lkw, Einrichtung), dürfen Sie bereits im Jahr 2015 Betriebsausgaben in Höhe von 40% der voraussichtlichen Investitionskosten vom Gewinn abziehen (§7g Abs. 1 EStG).

Grundvoraussetzung bei Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Der Investitionsabzugsbetrag darf bei der EÜR 2015 nur abgezogen werden, wenn der Gewinn vor Abzug des Investitionsabzugsbetrags maximal 100.000 Euro beträgt.

Liegt der Gewinn 2015 vor Abzug des Investitionsabzugsbetrags über 100.000 Euro, sollten Sie zuerst alle erdenklichen Steuerstrategien unseres Ratgebers ausreizen, um die 100.000-Euro-Grenze zu unterschreiten. Erst danach sollten Sie sich mit dem Investitionsabzugsbetrag beschäftigen.

2. Beispiel: Wechsel der Abschreibungsmethode

Ist der Gewinn zu hoch ausgefallen, kann ein Blick in den Anlagespiegel ein sattes Betriebsausgabenplus bedeuten. Denn befinden sich unter den Anlagegegenständen noch Gegenstände, für die Sie die degressive Abschreibung gewählt haben, bringt ein Wechsel zur linearen Abschreibung einen höheren Abzug. Und zwar immer dann, wenn die Restnutzungsdauer drei Jahre oder weniger beträgt.

Befinden sich mehrere bisher degressiv abgeschriebene Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen Ihres Unternehmens, summiert sich der Wechsel der Abschreibungsmethode schnell auf einige Tausend Euro. Wichtig: Ein Wechsel ist nur von degressiv zu linear erlaubt, umgekehrt dagegen nicht.

Tipp: Wenn Sie bei Ihrer Anlagenbuchhaltung auf Nummer sicher gehen wollen, dann nutzen Sie doch einfach Lexware anlagenverwaltung. Die ideale Software für alle Kleinunternehmer!

Gewinnermittlung Reisekosten

3. Beispiel: Aufteilung von teils betrieblichen und teils privaten Reisekosten

Haben Sie 2015 eine Geschäftsreise unternommen und einige Tage Urlaub angehängt oder mussten Sie während Ihres Urlaubs einige berufliche Termine wahrnehmen, lässt das Finanzamt einen anteiligen Betriebsausgabenabzug für die entstandenen Reisekosten zu. Damit das jedoch klappt, sind detaillierte Aufzeichnungen ein Muss.

Haben Sie keine brauchbaren Aufzeichnungen, wie viel Zeit Sie auf Ihrer Reise für private und für betriebliche Tätigkeiten verbracht haben, ist entweder gar kein Betriebsausgabenabzug erlaubt oder nur ein äußerst geringer Betrag. Um den höchstmöglichen Betriebsausgabenabzug sicherzustellen, empfehlen sich folgende Aufzeichnungen:

  • Führen Sie eine Art Tagebuch und halten Sie so genau wie möglich fest, an welchen Tagen Sie in welchem zeitlichen Umfang welche Tätigkeiten erbracht haben (Hinweis: Eine formlose Dokumentation reicht in der Regel aus).

  • Bewahren Sie Visitenkarten von Treffen, Einladungsschreiben, Lehrgangsunterlagen oder andere Unterlagen auf, die beweisen, dass die Reise teilweise beruflich veranlasst war.

  • Teilen Sie die angefallenen An- und Abreisekosten sowie die Übernachtungskosten nach den ermittelten Zeitanteilen auf. Die betrieblich veranlassten Kosten sind als Betriebsausgaben abziehbar.

Hinweis: Sie können für Ihre Reisekostenabrechnung natürlich auch gleich eine professionelle Software einsetzen, die Ihnen viel Zeit und Nerven spart. Informieren Sie sich hierzu im Lexware Shop!

4. Beispiel: Leistungseinlagen nicht vergessen

Als Betriebsausgaben sind übrigens alle Ausgaben abziehbar, die im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen angefallen sind. Dazu gehören auch Kosten, die Ihnen für Telefonate vom privaten Telefonanschluss oder für betriebliche Fahrten mit dem privaten Pkw entstanden sind.

Abziehbar sind folgende Ausgaben, die allzu gerne vergessen werden:

  • Telefonate: Nutzen Sie Ihren privaten Telefonanschluss nachweislich für betriebliche Gespräche, dürfen Sie einen geschätzten Betrag als Betriebsausgaben gelten machen. Ohne Einzelaufzeichnung erkennt das Finanzamt einen Betriebsausgabenabzug von 20% der Telefonrechnung an, maximal 20 Euro pro Monat.

  • Privat-Pkw: Nutzten Sie 2015 Ihren Privat-Pkw für betriebliche Fahrten, dürfen Sie 30 Cent je gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe geltend machen. Beispiel: 3.000 km = 900 Euro Betriebsausgaben. Wichtig: Zeichnen Sie unbedingt auf, wann der Pkw für welche Fahrten verwendet wurde.

  • Archivraum/Lagerraum: Verwenden Sie einen Raum zu Hause als Archiv- oder Lagerraum, dürfen Sie die anteiligen Miet-, Strom- und Heizkosten für diesen Raum vom Gewinn abziehen.

  • Häusliches Arbeitszimmer: Haben Sie keine Büroräume und werden nur bei Kunden und in Ihrem Arbeitszimmer tätig, können Sie die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bis zu 1.250 Euro pro Jahr als Betriebsausgaben abziehen. Handelt es sich bei dem Arbeitszimmer um den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen Tätigkeit, sind die kompletten Raumkosten abziehbar.

5. Beispiel: Sonderabschreibung nutzen

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens dürfen Sie neben der regulären Abschreibung übrigens eine 20%ige Sonderabschreibung geltend machen. Voraussetzungen für die Sonderabschreibung im Jahr 2015 sind:

  • Der Gewinn im Rahmen der EÜR des Vorjahrs (also zum 31.12.2014) darf nicht mehr als 100.000 Euro betragen haben.

  • Der Gegenstand muss im Jahr des Kaufs und im Jahr danach mindestens zu 90% betrieblich genutzt werden.

Sonderfall bei Sonderabschreibung für Pkw - das sagt die Rechtslage

Möchten Sie die Sonderabschreibung für einen betrieblichen Pkw geltend machen, müssen Sie die mindestens 90%ige betriebliche Nutzung im Jahr des Kaufs und im Folgejahr zwingend durch ein Fahrtenbuch nachweisen. Ohne Fahrtenbuch ist die Sonderabschreibung nicht erlaubt. Diese strenge Vorgehensweise der Finanzämter wurde vom FG Sachsen-Anhalt bestätigt (Urteil vom 12.06.2013 - 2 K 1191/12).

Gewinnermittlung Geschenke

6. Beispiel: Geschenke für betriebliche Verwendung

Normalerweise sind Geschenke an Kunden und Geschäftsfreunde nur bis zu einem Nettobetrag von 35 Euro als Betriebsausgaben abziehbar. Wird diese 35-Euro-Grenze überschritten, liegen in vollem Umfang nicht abziehbare Ausgaben vor. Doch zu diesem strengen Grundsatz gibt es eine Ausnahme. Kann der Empfänger das Geschenk nur betrieblich verwenden, dürfen die vollen Kosten als Betriebsausgaben den Gewinn mindern, selbst dann also, wenn die 35-Euro-Grenze überschritten wurde. (Richtlinie 4.10 Abs. 2, Satz 4 Einkommenssteuerrichtlinien).

7. Beispiel: Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 Euro

Gegenstände des betrieblichen Anlagevermögens müssen grundsätzlich auf deren Nutzungsdauer verteilt abgeschrieben werden. Doch für Gegenstände in bestimmten Preiskategorien, die selbständig nutzungsfähig sind (ohne Zusatzgeräte), winken Erleichterungen. Kostet ein Gegenstand danach nur 150 Euro netto, wirken sich die Zahlungen in 2015 sofort als Betriebsausgaben aus. Diese geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) müssen nicht extra im Anlagevermögen erfasst werden.

8. Beispiel: Tankquittungen

Sitzen Sie gerade an der Gewinnermittlung und suchen seit Tagen nach dem Ordner, in dem Sie die Tankquittungen für Ihren Firmen-Pkw abgeheftet haben? Dann können wir Sie beruhigen. Denn auch ohne Tankquittungen müssen Sie beim Betriebsausgabenabzug nicht leer ausgehen. Das Finanzamt erlaubt es in einem solchen Fall, die Benzinkosten nach Durchschnittspreisen zu schätzen.

Grundsätzlich gilt bei der Gewinnermittlung der Grundsatz „Keine Buchung ohne Belege“. Doch sind die Belege offensichtlich nicht vollständig oder fehlen komplett, kann dieser Grundsatz ausnahmsweise ausgehebelt werden. Stoßen Sie bei der Gewinnermittlung darauf, dass Steuerbelege fehlen, müssen Sie einen Eigenbeleg ausstellen. Auf diesem Blatt Papier erläutern Sie kurz, dass bestimmte Belege nicht mehr auffindbar sind, geben die Höhe, den Zeitpunkt und den Grund für die Ausgaben an.

Sie sind in der Beweislast

Möchten Sie vom Gewinn Betriebsausgaben abziehen, sind Sie gegenüber dem Finanzamt in der Beweislast, dass die geltend gemachten Ausgaben tatsächlich in der erklärten Höhe angefallen sind. Haben Sie Steuerbelege wie Tankquittungen verloren, müssen Sie also plausible Nachweise speziell zur Höhe der Ausgaben vorlegen können.

Praxis-Tipp:

Bei verlorenen Benzinquittungen hilft Ihnen das Statistische Bundesamt. Dort wird jedes Jahr eine Tabelle mit den durchschnittlichen Kraftstoffpreisen ermittelt. So gilt für die Gewinnermittlung 2015 folgende Übersicht:

Jahres-Durchschnittspreis für Superbenzin: 139,4 Cent pro Liter

Jahres-Durchschnittspreis für Diesel: 117,1 Cent pro Liter

Um den Betriebsausgabenabzug für die Benzinkosten 2015 schätzen zu können, benötigen Sie neben diesen Durchschnittspreisen des Statistischen Bundesamts noch den vom Hersteller des Fahrzeugs angegebenen Durchschnittsverbrauch für 100 Kilometer.

 

Beispiel: Unternehmer Hans Huber sitzt aktuell an seiner Gewinnermittlung für 2015. Er kann für seinen betrieblichen Pkw die Abschreibung ermitteln und findet auch die Belege zur Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer sowie zu diversen Reparaturen. Die Tankbelege aus 2015 bleiben allerdings trotz intensiver Suche spurlos verschwunden. Hans hat mit seinem Betriebs-Pkw im Jahr 2015 insgesamt 15.000 Kilometer zurückgelegt. Der Hersteller gibt für dieses Fahrzeug einen durchschnittlichen Verbrauch von acht Litern Superbenzin für 100 Kilometer an.

In der Gewinnermittlung 2015 kann Unternehmer Hans Huber auf einem Eigenbeleg folgende Benzinkosten berechnen und als Betriebsausgabe abziehen:

 
Berechnung der Betriebsausgabe
Gesamtfahrleistung 15.000 km : 100 km x 8 Liter x 139,40 Cent = 167.280 Cent : 100 = 1.672,8 Euro
 

Praxis-Tipp:

Sachbearbeiter und Betriebsprüfer der Finanzämter verweigern Unternehmern oftmals die Schätzung des Betriebsausgabenabzugs, da diese nicht plausibel sei. Doch hier können Sie mit einem Urteil des Bundesfinanzhofs kontern, das die Schätzung der Benzinkosten anhand von statistischen Durchschnittspreisen ausdrücklich erlaubt (BFH-Urteil vom 07.04.1992, Aktenzeichen VI R 113/88).

Übrigens: Auch Privatfahrzeuge dürfen in die Gewinnermittlung

Haben Sie einen privaten Pkw für betriebliche Fahrten genutzt, jedoch keine Tankquittungen aufbewahrt, können Sie auch für diese Fahrten Betriebsausgaben in der Gewinnermittlung abziehen. Dabei haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Sie machen es sich einfach und setzen als Betriebsausgabe – ohne Belege – pauschal 0,30 Euro/km an.
  • Sie suchen sich alle Belege für dieses Privatfahrzeug, schätzen die Benzinkosten nach Durchschnittspreisen, ermitteln so die Kosten je Kilometer und den Betriebsausgabenabzug für die gefahrenen Kilometer.

 

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Der Ratgeber für Gewinnermittlung

Viele weitere steuerliche Tipps und Tricks für Ihr Rechnungswesen finden Sie in unserem Ratgeber. Garantiert bescheren wir Ihnen den einen oder anderen Aha-Effekt!

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